23:46 20 November 2019
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    „Verfolgungswahn“: Netz empört über Behördenerklärung zu Pizzeria-Crash nahe Paris

    © AFP 2019 / Jacques Demarthon
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    Der Mann, der am Montag in eine Pizzeria bei Paris gerast war, hat an Verfolgungswahn gelitten. Dies berichtet das Nachrichtenportal Marne.

    „Er (der Täter – Anm. d. Red.) sagte, dass diese Tat ihm ermöglichen wird, hinter Gitter zu kommen, wo er in Sicherheit sein wird“, zitiert die Seite den Staatsanwalt von Meaux.

    Französische Internetuser waren jedoch empört über diese Erklärung. „Das ist kein Suizid, sondern ein Anschlag“, schreiben sie.

    „Einen Menschen, der andere durch Selbstmord töten, nennt man Kamikaze. Sprengstoffgürtel, Flugzeug oder BMW – es ist das Gleiche“, lautet ein Kommentar auf Twitter.

    ​„Hört auf, Taten mit psychologischer Schwachheit zu rechtfertigen – glaubt ihr wirklich, dass Terroristen alle Tassen im Schrank haben?“, so ein anderer Kommentar.

    ​„Ein Anschlag ist der Versuch, ein Verbrechen gegen jemanden oder etwas durchzuführen. Aber der Vorfall in Sept-Sorts ist ein Selbstmord, sagen die Medien“, schreibt ein User.

    ​Am Montag ist ein Auto in der französischen Stadt Sept-Sorts, im Département Seine-et-Marne östlich von Paris, in eine Pizzeria gerast. Mindestens zwölf Menschen wurden dabei verletzt. Ein 12-jähriges Mädchen ist bei dem Vorfall ums Leben gekommen.

    Die Staatsanwaltschaft der Gemeinde Meaux teilte mit, es habe sich um eine absichtliche, aber keine terroristische Attacke gehandelt.

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