17:15 22 September 2017
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    Ein Gefängnis

    Dutzende Tote bei Meuterei in Gefängnis in Venezuela

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    In der venezolanischen Stadt Puerto Ayacucho, Bundesstaat Amazonas, sind bei der Erstürmung eines Gefängnisses durch Einsatzkräfte der Polizei am 16. August mehr als 35 Menschen ums Leben gekommen, berichtet der TV-Sender RT am Donnerstag.

    „Meuterei in der Haftanstalt in Puerto Ayacucho. Die Erstürmung der Haftanstalt durch eine Sondereinheit des Ministeriums für Inneres, Justiz und Friedensfragen hat mehr als 35 Leichen zurückgelassen“, schrieb der Gouverneur des Staates Liborio Guarulla auf Twitter.

    Laut Medienberichten soll es eine heftige Schießerei zwischen den Einsatzkräften und den Gefängnisinsassen gegeben haben.

    Wie aus der Generalstaatsanwaltschaft Venezuelas verlautete sollen 37 Häftlinge den Tod gefunden haben und 14 Mitarbeiter der Rechtsschutzorgane verletzt worden sein.

    Die Ermittlungen zum Hergang des Geschehens seien eingeleitet.

    Das Gefängnis in Puerto Ayacucho befindet sich rund 700 Kilometer südlich der Hauptstadt Caracas im tropischen Regenwaldgebiet. In der Haftanstalt saßen 105 Häftlinge.

    Zuvor war von einer Explosion in der Metro Caracas berichtet worden.

    Venezuela steckt seit mehreren Monaten in einer politischen Krise, ausgelöst durch die von Präsident Maduro anberaumte Wahl in die Verfassungsgebende Versammlung, die Veränderungen in die Verfassung des Landes einbringen soll. Die Wahl hatte am 30. Juli stattgefunden. Präsident Maduro sprach von einem Wahlerfolg, doch die Opposition und Vertreter anderer Staaten – darunter der USA, Argentiniens und Brasiliens – erkennen die Wahlergebnisse nicht an. Seit Anfang April hat  es im Zusammenhang mit dieser Wahl immer wieder Massenproteste gegeben, die schon mehr als 120 Todesopfer gefordert haben sollen.

    Tags:
    Tote, Gefängnis, Venezuela
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