21:13 21 April 2018
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    Altkanzler Gerhard Schröder

    Rosneft-Ambitionen: Schröder antwortet Schulz

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    Alt-Kanzler Gerhard Schröder hat bestritten, dass seine Ambitionen auf ein Amt beim russischen Ölkonzern Rosneft der SPD im Bundestagswahlkampf schaden könnten.

    „Ich glaube nicht, dass ich mit dem Mandat meiner Partei schade“, sagte Schröder in einem Interview der Schweizer Zeitung „Blick“. „Ich werde mich zur Wahl stellen, trotz aller Kritik, die ich für falsch halte.“

    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte zu den Rosneft-Ambitionen seines Parteikollegen gesagt: „Ich würde es nicht tun … Auch nach meiner Zeit als Bundeskanzler werde ich keine Jobs in der Privatwirtschaft annehmen.“

    Schröder entgegnete: „Jeder muss selber wissen, was er sagt. Ich werde Martin Schulz’ Wahlkampf trotzdem unterstützen, wenn er das will. Ich bin Sozialdemokrat und gedenke, das mein Leben lang zu bleiben.“

    Die Deutschen haben laut Schröder großes Interesse an vernünftigen Beziehungen zu Russland. „Ich glaube, dass es den Rosneft-Arbeitnehmern in Deutschland und den Gewerkschaften nicht unwohl ist, wenn ein Deutscher an wichtiger Stelle mit dabei ist“, so der Altkanzler. Das russische Erdölunternehmen hat in Deutschland laut Blick einen Marktanteil von zwölf Prozent und beschäftigt Tausende Angestellte.

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    Tags:
    SPD, Martin Schulz, Gerhard Schröder, Deutschland, Russland
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