05:35 21 November 2017
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    „Zeugen Jehovas“ sind nun offiziell in Russland verboten

    © AFP 2017/ Martin Bureau
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    Das Justizministerium Russlands hat die „Zeugen Jehovas“ in die Liste der im Land verbotenen Organisationen eingetragen, wie die Behörde auf ihrer Homepage am Donnerstag mitteilt.

    Es handele sich dabei um das „Verwaltungszentrum der Zeugen Jehovas in Russland“ und um 395 lokale Filialen. Die Entscheidung wurde demnach gemäß dem Gesetz „Über den Widerstand gegen Extremismus“ aufgrund eines Beschlusses des Obersten Gerichts vom 20. April 2017 sowie einer Berufungsentscheidung des Berufungskollegiums des Obersten Gerichts vom 17. Juli getroffen.

    Das Oberste Gericht Russlands hatte Ende April auf einen Klageantrag des russischen Justizministeriums hin die Tätigkeit der „Zeugen Jehovas“ im Land verboten und diese Organisation als extremistisch eingestuft.

    Die „Zeugen Jehovas“ sind eine christliche, chiliastisch ausgerichtete und nichttrinitarische Religionsgemeinschaft. Sie bezeichnen ihre innere Verfassung als „theokratische Organisation“, die derzeit aus über sieben Millionen Mitgliedern bestehe. Der Sitz befindet sich in New York. Die „Zeugen Jehovas“ sind durch ihre ausgeprägte Missionstätigkeit, ihre Ablehnung von Bluttransfusionen, das Nichtbegehen aller christlichen Feier- und Festtage außer dem Abendmahl und das Nichtfeiern von Geburtstagen bekannt.

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    Tags:
    Verbot, Justizministerium Russlands, Zeugen Jehowas, Russland
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