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21:10 20 Oktober 2019
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    Militärorchester-Festival „Spasski-Turm“ (Archivbild)

    Militärmusik-Festival mit österreichischer und schweizerischer Beteiligung

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    Mit Radetzky-Marsch und Donauwalzer spielt die 55 Mann starke „Militärmusik Niederösterreich“ beim 10. internationalen militärorchester-Festival „Spasski-Turm“ auf dem Roten Platz in Moskau auf. Das große Musikfest beginnt am 26. August und endet am 3. September.

    „Sie werden ein Potpourri über österreichische Märsche geben“, kündigte Oberst Engelbert Thalmaier, Vize-Militärattaché Österreichs, den Auftritt im Interview mit Sputnik-Korrespondent Nikolaj Jolkin. „Die Musiker freuen sich auf Spiele mit vielen internationalen Kollegen bei diesem von der Größe her besonderen Festival, das einzigartig auf der ganzen Welt ist.“

    Im Interview für die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ gab Militärkapellmeister Oberstleutnant Adolf Obendrauf erfreut über die Einladung zu „diesem großartigen Musikevent“: „Vor zwei Wochen habe ich mich mit Hannes Apfolterer getroffen, der mit seiner,Original Tiroler Kaiserjägermusik‘ im vorigen Jahr hier einen großen Erfolg hatte, und hörte von ihm die Versicherung, dass uns eine wunderbare Reise bevorsteht. Er meinte, dass Festival in jeder Hinsicht einwandfrei organisiert sei, was aber die berühmte russische Gastfreundschaft anbelangt, sei sie über alles Lob erhaben.“

    Die Moskau-Reise verspricht zum wichtigsten Ereignis der 60 Jahre langen Geschichte der „Militärmusik Niederösterreich“ zu werden. Für Spannung sorgt auch der Umstand, dass keiner von den Musikern je in Russland gewesen ist.

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    Militärorchester-Festival „Spasski-Turm“ (Archivbild)

    Aus Basel kommt die Schweizer Tambourengruppe „Top Secret Drum Corps“ zum Festival. Sie will die Moskauer mit der Trommeltradition der Basler Fasnacht bekannt machen. Schnelles und anspruchsvolles Trommeln soll ebenso faszinieren wie das Jonglieren und Zuwerfen der Trommelstöcke, der Schlägel.

    Warum ausgerechnet in Moskau?

    Der Kommandant des Moskauer Kreml, Sergei Chlebnikow, einer der Initiatoren des „Spasski Turms“, erinnert sich an Vorgeschichte des Festivals: „Wir hatten die, dass es längst an der Zeit ist, in Russland mit seiner Kultur, Geschichte, mit seinen herrlichen Musikern ein großangelegtes Festival wie diejenigen von Edinburgh oder Basel zu veranstalten, wo sich eine bestimmte Kultur dieses Genres herausgebildet hat. Dieses Genre erfreut sich seit Jahrzehnten großen Zuspruchs bei den Bürgern vieler europäischer Städte. Übrigens sind auch unsere Ensembles dort als Gäste aufgetreten.“

    Dazu habe beigetragen, dass Moskau eine ausgezeichnete Spielstätte dafür habe: den ganzen Roten Platz mit seiner alten Kremlmauer und der Basilius-Kathedrale als historische Kulisse und nicht zuletzt mit seinem berühmten Pflaster. Darüber zu ziehen, Militärmärsche spielend und häufig auch Welthits improvisierend, sei für jedes Orchester eine Herausforderung.

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    Militärorchester-Festival „Spasski-Turm“ (Archivbild)

    In zehn Jahren ist das Festival tatsächlich zu einem Ereignis von internationaler Tragweite herangewachsen, so dass nach Aussage seiner Organisatoren die Bewerber eine lange Schlange bilden. In Moskau werden allerdings hochkarätige Interpretationen erfordert. Unter den ständigen Teilnehmern sind die italienischen Carabinieri, die schottischen Sackpfeifer sowie Militärorchester von Kasachstan und Weißrussland. Für Exotik werden Trommlerinnen aus Jerewan sowie Militärorchester Indiens, Ägyptens und der Türkei sorgen. Das ganze wird mit Bühnenbildern und Lichtinstallationen dekoriert und mit einem großen Feuerwerk abgerundet. Den Vorstellungen werden auf den Tribunen täglich 7.500 Menschen zusehen. Die Zahl der Fernsehzuschauer lässt sich kaum berechnen.

    Moskauer Traditionen werden wieder belebt

    Die Kulturbehörde Moskaus legt nach den Worten ihres Leiters  Alexander Kibowski einen besonderen Wert darauf, Traditionen wiederzubeleben, die es in Moskau vor der Revolution, aber auch zu Sowjetzeiten gegeben hatte, wenn Blasorchester, darunter auch militärische, in Parks der Hauptstadt spielten. „Die älteren Generationen haben sie im Gedächtnis bewahrt. Sie ist aber auch der jüngeren vertraut. Diese Konzerte finden samstags in Parks unter großem Zulauf statt und bleiben eine beliebte Attraktion selbst bei schlechtem, unpassendem Wetter. Für noch mehr Besucher beim Festival der Militärorchester werden auch zusätzliche kostenlose Auftritte seiner Teilnehmer in neun Moskauer Bahnhöfen sorgen.“

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    Tags:
    Musikfestival, Militär, Nikolaj Jolkin, Russland