10:34 24 November 2017
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    Deutsche Polizei (Symbolbild)

    Messerstiche, Raub: Wochenende des Wahnsinns in Wuppertal - Polizei ist ausgelastet

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    Zwei Messerattacken und ein Banküberfall erschüttern die Stadt Wuppertal an diesem Wochenende. Bilanz: Ein Toter, zwei lebensbedrohlich Verletzte, mehrere Festnahmen. Polizei bildet Mordkommission und sagt gegenüber Sputnik: „Wir sind ausgelastet." Sputnik fasst das wichtigste in Kürze zusammen.

    Eine Sputnik-Anfrage bei der Leitstelle der Polizei Wuppertal ergab folgende Aussage. „Wir können momentan nichts weiter kommentieren, wir sind ausgelastet", sagte ein Mitarbeiter der Leitstelle Polizei Wuppertal am Sonntagmorgen Sputnik gegenüber. Er konnte aber bestätigen, dass es zwei Messerattacken und einen Banküberfall an diesem Wochenende in der Stadt in Nordrhein-Westfalen gegeben hatte.

    Es begann mit einem vereitelten Bankraub…

    Mit einem versuchten Banküberfall begann das „Wochenende des Wahnsinns" in der 350.000-Eihnwohner-Stadt Wuppertal. „Am Freitag gegen 14:00 Uhr, betraten zwei maskierte Männer mit gezogener Schusswaffe das Bankinstitut an der Schützenstraße", geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Polizei Wuppertal hervor. Zufällig befanden sich einige Polizeibeamte in der Bank. „Der 29-jährige Beamte wurde unmittelbar mit der Waffe bedroht und geschlagen. Die 25-jährige Polizeibeamtin gab daraufhin einen Schuss aus der Dienstpistole ab. Durch das Einschreiten der Beamten versuchten die Täter im Anschluss, ohne Beute, aus der Bank zu flüchten. Ein 36-jähriger Räuber konnte überwältigt und festgenommen werden. Der zweite Täter ist vermutlich mit einem weißen Kleintransporter vom Tatort in unbekannte Richtung geflüchtet. Der Polizeibeamte wurde leicht verletzt. Die Täter blieben unverletzt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an."

    Zwei Messerattacken innerhalb 48 Stunden

    Nur 45 Minuten nach dem vereitelten Banküberfall kam es in Wuppertal-Elberfeld, etwa sechs Kilometer von der Bank entfernt, zu einer Messerstecherei, bei der ein 31-jähriger Mann durch Messerstiche tödlich verletzt wurde.  Sein 25-jähriger Bruder wurde ebenfalls durch Messerstiche lebensbedrohlich verletzt. Beide Geschädigte stammen aus dem Irak. Die Täter flüchteten vom Tatort und wurden einige Stunden später von der Polizei gefasst. „Die zwei 14 und 16 Jahre alten Jugendlichen syrischer Herkunft werden heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt", heißt es in einer weiteren gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal. Einen terroristischen Hintergrund schließe die Polizei nach derzeitigem Stand der Ermittlungen aus. Die Fahndung nach zwei weiteren 23 und 29 Jahre alten Männern, die mit der Tat in Verbindung gebracht werden, dauere zur Stunde an.

    Polizei in Hildesheim
    © AFP 2017/ Julian Stratenschulte / dpa

    Am Samstag erfolgte gegen 19.20 Uhr eine weitere Messerstecherei auf der Berliner Straße in Wuppertal-Barmen, einem anderen Stadtteil. Nach einer Streitigkeit vor einem Bistro zog ein 42-jähriger Mann ein Messer und stach damit mehrfach auf einen 53-jährigen Mann ein. Das Opfer zog sich dabei laut Polizeiangaben lebensbedrohliche Verletzungen zu. Der Messerstecher konnte von zwei Personen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Der Mann befinde sich jetzt im Polizeigewahrsam, so die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen seien sich Opfer und Täter bekannt. Die Hintergründe der Gewalttat sind zurzeit unklar. Anwohner vermuten private Streitigkeiten, so Medien. Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts habe die Polizei laut Medienberichten eine Mordkommission eingerichtet. Zeugen werden gebeten sich in Bezug auf alle drei Tathergänge mit der Polizei Wuppertal unter der Rufnummer 0202/284-0 in Verbindung zu setzen.

    Alexander Boos

     

     

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    Tags:
    Überfall, Bank, Messerattacken, Wuppertal, Deutschland
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