23:23 21 November 2019
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    US-Zerstörer John McCain (Archivbild)

    Kollision vor Singapur: US-Zerstörer könnte riskantes Manöver gewagt haben – Experte

    © AFP 2019/ FELIX GARZA / US NAVY
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    Die heutige Kollision eines US-Raketenzerstörers mit einem Tankschiff vor der Küste Singapurs hat sich laut dem Chefredakteur der russischen Zeitschrift „Export Wooruschenij“ und Militärexperten Andrej Frolow in einem stark befahrbaren Meeresgebiet ereignet, wo derartige Zwischenfälle keine Seltenheit seien.

    Wie Frolow gegenüber Radio Sputnik sagte, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen üblichen Navigationsunfall in einer Großschifffahrtsstraße. „Selbst Radaranlagen können nicht immer helfen, einen Schlag zu vermeiden“, ergänzte er.

    Der Experte schloss nicht aus, dass der Kommandeur des US-Zerstörers „John McCain“ für nicht schuldig befunden werde. Er räumte ein, dass die Schifffahrtsregeln sowohl für Kriegsschiffe als auch für zivile Schiffe gleich sind. „Die Frage ist nur, dass Kriegsschiffe sich riskantere Manöver leisten können, weil sie bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben. Dies schafft gewissermaßen Voraussetzungen für Zwischenfälle.“

    Zuvor hatte die 7. US-Flotte mitgeteilt, dass der Zerstörer mit dem Handelsschiff „Alnic MC“ im Raum der Straße von Malakka zusammengestoßen war. Nach vorläufigen Angaben werden zehn Seeleute vermisst, fünf weitere seien verletzt. Das Kriegsschiff sei am Heckteil beschädigt worden.

    Das Tankschiff „Alnic MC“ ist im Raum der Vorpiek leck geschlagen. Wie es aus der See- und Hafenadministration von Singapur hieß, ist keines der Besatzungsmitglieder zu Schaden gekommen.

    Nach vorliegenden Angaben fährt die „John McCain“ aus eigener Kraft in Richtung des Hafens von Singapur.

    Die See- und Hafenadministration von Singapur hat eine Untersuchung zu dem Schiffsunglück eingeleitet.

    Der Raketenzerstörer „Jon McCain“ wurde nach dem Großvater und dem Vater des US-Senators John McCain benannt, die im Zweiten Weltkrieg als Admirale gedient hatten. Der Senator schrieb auf Twitter, er und seine Frau würden für die Besatzungsmitglieder der „John McCain“ beten und seien den Such- und Rettungsmannschaften für ihren Einsatz dankbar.

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    Kollision, Zerstörer, Manöver, John McCain, Andrej Frolow, Singapur, USA