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10:36 22 Oktober 2019
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    Hisbollah-Kämpfer (Archivbild)

    Libanesischer Abgeordneter rechtfertigt Offensive gegen IS

    © Sputnik / Michail Woskresenskij
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    Die groß angelegte Offensive der libanesischen Armee gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), die am Samstag an der syrischen Grenze begonnen wurde, liegt im Interesse der Libanesen, sagte der libanesische Abgeordnete, Amal Abu Zeid, in einem Gespräch mit Sputnik.

    „Diese politische Entscheidung wurde in Anwesenheit des libanesischen Präsidenten und des Leiters des Obersten Verteidigungsrates Syriens ohne Einwände seitens der Regierung getroffen“, sagte Abu Zeid. „Zweitens ist dies ausschließlich ein libanesischer Beschluss ohne äußere Einflüsse. Diese Operation wird ausschließlich im Interesse der Libanesen durchgeführt.“

    Der libanesische Brigadegeneral Ali Qansuh hatte bei einer er Pressekonferenz am 19. August eine Militäroperation gegen die IS-Kräfte in den Grenzregionen des Landes angekündigt.

    Ihm zufolge ist das Hauptziel der Operation, alle libanesischen Orte bis an die Grenze zu Syrien unter die Kontrolle der Regierung zu bringen. Eine Koordination zwischen der syrischen Armee und den Kämpfern der Hisbollah sei dabei nicht vorgesehen, auch Verhandlungen mit der Terrormiliz Daesh seien ausgeschlossen. Die Armeeführung hoffe, gefangene Soldaten der libanesischen Armee so bald wie möglich freizubekommen, fügte Ali Qansuh hinzu.

    Nach seinen Angaben gibt es im Libanon etwa 600 IS-Kämpfer, die in drei Gruppen aufgeteilt sind: Raas al Baalbek, al Qaa und eine Gruppe im Norden. Die Milizen seien mit Abwehrwaffen und Scharfschützengewehren bewaffnet, und bewegten sich oft auf Motorrädern fort. Oft versteckten sie sich in Höhlen und Felsspalten, so dass die Kampfführung Besonderheiten aufweise.

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    Tags:
    Offensive, Terrormiliz Daesh, Hisbollah, IS, Libanon, Syrien