00:00 27 Oktober 2020
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    Die kopf- und gliederlose Frauenleiche, die in den dänischen Gewässern am Montag gefunden wurde, ist die schwedische Journalistin Kim Wall, die vermutlich am Bord eines U-Bootes gestorben ist, berichtet das Nachrichtenportal „The Telegraph“ unter Berufung auf eine Meldung der dänischen Polizei.

    „Die DNS des Torsos stimmt mit der von Kim Wall überein ", schrieb die dänische Polizei auf Twitter und teilte mit, dass weitere Details bei einer Pressekonferenz am Mittwochmorgen genannt würden.

    Den deutschen Medien zufolge hätten Gerichtsmediziner festgestellt, dass ursprünglich etwas Metallisches am Körper von Wall befestigt gewesen sei, das ihn vermutlich am Meeresboden halten sollte. Es gebe außerdem Spuren am Torso, die darauf hindeuteten, dass jemand versucht habe, die Luft aus der Leiche zu drücken, damit sie nicht an der Oberfläche treiben würde.

    Am Montag war in der Ostsee die Leiche einer Frau entdeckt worden, der Kopf, Arme und Beine fehlten.

    Zuletzt hatte man Wall am 10. August auf dem privaten U-Boot „Nautilus“ des in Dänemark bekannten Tüftlers Peter Madsen gesehen. Die 30-jährige Journalistin wollte eine Reportage über Madsen schreiben und hatte deshalb mit ihm mit der „Nautilus“ einen Ausflug unternommen.

    Als sich Wall in der Nacht nicht zurückmeldete, nahm ihre Familie Kontakt zur Seerettung auf. Am 11. August erhielten die Seenotretter in den frühen Morgenstunden eine Meldung, dass das U-Boot vermisst werde. Um 10.30 Uhr konnte der Kontakt zum U-Boot hergestellt werden: Madsen erklärte, er kehre in den Hafen zurück. Um elf Uhr wurde jedoch gemeldet, das Boot sei in der Nähe von Kopenhagen in einer Tiefe von sieben Metern gesunken – aufgrund technischer Ursachen, wie Madsen später behauptete.

    Am Abend des 11. August wurde der U-Boot-Besitzer festgenommen. Madsen steht seitdem unter Verdacht, am Verschwinden der jungen Frau beteiligt gewesen zu sein.

    Madsen wies zuerst den Vorwurf zurück und sagte, er habe Wall nach dem Interview auf einer Insel im Hafen von Kopenhagen abgesetzt. Später sagte er aber bei einem Verhör aus, die Frau sei bei einem Unglück an Bord ums Leben gekommen. Er habe sie dann über Bord geworfen.

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    Tags:
    U-Boot, Leiche, Tote, Journalist, Dänemark