05:55 20 September 2017
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    Schweiz: Hassprediger-Imam erhält über eine halbe Million Euro Sozialhilfe

    © AFP 2017/
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    Im Schweizer Kanton Bern hält ein Imam schon seit einiger Zeit Hasspredigten gegen Andersgläubige und andere Nationalitäten. Das hat ihn offenbar aber nicht daran gehindert, über eine halbe Million Franken an Sozialhilfe zu erhalten, wie aus einer Recherche des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und des „Tagesanzeigers“ hervorgeht.

    „Oh Allah, ich bitte Dich, die Feinde unserer Religion zu zerstören. Töte die Juden, Christen, Hindus, Russen und die Schiiten“, soll Abu Ramadan vor Kurzem in der Bieler Ar’Rahmen-Moschee gepredigt haben. 

    Der Imam rief dem Blatt zufolge Muslime dazu auf, sich gegenseitig vor dem Zugriff der Schweizer Justiz zu schützen. „Wenn Du erzählst, dass ein Muslim gestohlen oder vergewaltigt hat, (…) dann geht Dich das nichts an, und Du sollst nicht darüber reden.“

    Laut der Recherche lebt der Hassprediger schon seit 13 Jahren in der Kommune Nidau und bekommt seitdem vom Staat Sozialhilfe. Rund 600.000 Franken (umgerechnet etwa 526.000 Euro) Sozialhilfegeld seien auf das Konto seiner Familie geflossen. Der Mann spreche weder Deutsch noch Französisch und nur rudimentär Englisch und sei daher auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar gewesen.

    Doch der langjährige Sozialhilfebezieher scheint beruflich durchaus aktiv zu sein. Er sei nicht nur in Biel, sondern auch in Neuenburg als Imam tätig und trete als Fernsehprediger im libyschen Tanasuh-TV auf. Zudem arbeite Abu Ramadan als religiöser Begleiter für das muslimische Reisebüro Arabian Excellence AETS in Genf.

    Fotos und Einträge auf Facebook belegen seine zahlreichen Pilgerreisen nach Mekka – inklusive Übernachtungen in Luxushotels.

    Der Sozialdienst Nidau solle schockiert auf die Recherche reagiert haben. „Wir sind nicht der Staatsschutz. Wir haben nicht die Mittel, unseren Klienten hinterher zu forschen“, argumentierte jedoch Christian Hauri, Leiter Sozialhilfe bei Nidau.

    Nun nehmen die Schweizer Behörden den Imam unter die Lupe. Sicherheitsdirektor Beat Feurer (SVP) wolle vom Staatsschutz Informationen über Abu Ramadan erhalten. „Ich persönlich bin der Meinung, dass solche Leute hier nichts zu suchen haben. Man sollte sie ausweisen.“

    Dabei bestreitet der Imam selbst diese Vorwürfe: Er predige nicht gegen die westliche Gesellschaft und den Schweizer Staat. Dieser sei „eine große Errungenschaft nicht nur für die Schweizer Bürger, sondern für die ganze Menschheit“. Er respektiere den Glauben anderer, und er kritisiere lediglich den Staat Israel und die zionistische Ideologie.

     

    Tags:
    Moschee, Imam, Schweiz
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