21:44 16 Dezember 2017
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    68. Russischer Hilfsknovoi im Donbass

    68. Hilfskonvoi aus Russland in Ukraine eingetroffen

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    Ein weiterer, bereits der 68. Hilfskonvoi aus Russland ist am Donnerstag im Donezbecken (Donbass) eingetroffen. Insgesamt 750 Tonnen Lebensmittel, Babynahrung und Medikamente haben russische Laster des Katastrophenschutzministeriums in die ostukrainische Kriegsregion gebracht.

    Die Hilfsgüter sollen nach Donezk und Lugansk gebracht werden, teilte der Katastrophenschutz in Moskau mit. Der Konvoi war in die Ukraine aufgebrochen, nachdem die Staats- und Regierungschefs des so genannten Normandie-Quartetts (Wladimir Putin, Emmanuel Macron, Angela Merkel und Petro Poroschenko)  eine neue Waffenruhe  für das Kriegsgebiet vereinbart hatten.

    Nach Angaben der russischen Behörde wurden der Hilfstransport und die entsprechenden Frachtpapiere von ukrainischen Zollbeamten kontrolliert.  Der ukrainische Grenzschutz teilte seinerseits mit, den Konvoi „visuell kontrolliert“ zu haben.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als drei Jahren ein militärischer Konflikt, der bereits mehr als 10.000 Menschenleben gefordert hat. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Putsch in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe, dennoch kommt es immer wieder zu Zusammenstößen. Nach den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen bislang insgesamt fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

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    Tags:
    Donbass, Ukraine, Russland
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