17:28 13 August 2020
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    CDU-Politiker Jens Spahn hat das Verhalten „elitärer Hipster“ in Berlin kritisiert. Diese sprächen ausschließlich Englisch und schotteten sich gegenüber den Normalbürgern ab, sagte er gegenüber der Zeitung „Die Zeit“. Dies sei nicht weltoffen, sondern provinziell.

    Dabei gehe es Spahn vor allem um „uns Deutsche selbst“. Es sei eine "anbiedernde Bereitschaft, vorschnell und ohne Not die eigene Muttersprache hintanzustellen – selbst in Situationen, wo das gar nicht nötig wäre“.

    Es sei absurd, so der Politiker weiter.

    „Wir verlangen von Migranten mit Recht, dass sie Deutschkurse absolvieren, um sich zu integrieren. Währenddessen verlegen sich die Großstädte hipsterhaft aufs Englische und schotten sich so vom Otto Normalverbraucher ab“, betonte er.

    In Berlin habe sich somit „eine völlig neue Form von Parallelgesellschaft entwickelt: Junge Leute aus aller Welt, die unter sich bleiben“. Dabei griff Spahn zu historischen Parallelen und erinnerte sich, wie an „allen europäischen Höfen“ im 18. Jahrhundert französisch gesprochen worden sei. Die Verwendung der Fremdsprache habe jedoch immer der Distinktion gedient.

    „Heute erleben wir in den Biotopen unserer Großstädte eine neue Form dieser höfischen elitären Kultur“, schloss Spahn.

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    Tags:
    Hipster, Jens Spahn, Deutschland, Berlin