06:37 12 Dezember 2018
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    Siemens AG Fabrik in Erfurt (Archivbild)

    Wie sind Siemens-Turbinen nun auf die Krim gelangt? - Zeitung nennt mögliches Schema

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    Die heiß diskutierten Gasturbinen des deutschen Konzern Siemens können auf dem Zweitmarkt gekauft und dann auf die Krim geliefert worden sein. Das schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag unter Verweis auf eigene Quellen.

    Demnach soll die offene Aktiengesellschaft „Technopromexport“, die dem russischen Staatskonzern „Rostec“ angehört, bei Siemens vier Gasturbinen für Wärmekraftwerke auf der Halbinsel Taman gekauft und dann an ihre gleichnamige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die zwei Wärmekraftwerke auf der Krim bauen soll, weiter verkauft haben.

    Laut „Kommersant“ wird das Geschäft auf etwa 152,4 Millionen Euro geschätzt. 

    Am 20. August hatte das Moskauer Schiedsgericht den Antrag des Konzerns Siemens, Turbinen zu beschlagnahmen und die Inbetriebnahme zu verbieten, abgelehnt.

    Im Juli hatte Siemens offiziell erklärt, dass alle vier Gasturbinen, die für ein Projekt auf der Taman-Halbinsel bestimmt gewesen seien, „rechtswidrig“ auf die Krim gebracht worden seien. Der Konzern schlug die Aufkündigung des entsprechenden Vertrages vor. Siemens wolle außerdem die Lizenzabkommen mit russischen Unternehmen kündigen, die Lieferungen von Energieausrüstungen an russische Staatsunternehmen aussetzen und neue Kontrollmaßnahmen beschließen, hieß es.

     

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    Tags:
    Gasturbinen, Rostec, Technopromexport, Kommersant, Siemens, Krim, Deutschland, Ukraine, Russland