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20:49 18 Oktober 2019
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    Militärmusik Niederösterreich auf dem Festival „Spasski Turm“

    Mit Wiener Walzer und Radetzky-Marsch auf dem Roten Platz – und den richtigen Schuhen

    © Sputnik / Nikolaj Jolkin
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    Österreichische Militärmusiker treten beim Moskauer Festival „Spasski Turm“ auf. Im Interview berichten sie über ihre Eindrücke – und erklären, warum es besser ist, mit Stiefeln aufzutreten.

    Mit geeignetem Schuhwerk marschiert die „Militärmusik Niederösterreich“ nach den Worten ihres Kapellmeisters Oberstleutnant Adolf Obendrauf während des Militärorchester-Festivals „Spasski Turm“ über den Roten Platz. „Die Stiefel, die wir mitgenommen haben, sind besser für die Pflastersteine als die Halbschuhe geeignet, die rutschiger sind. Und man hat nicht so einen guten Halt“, sagte er im Interview mit Sputnik-Korrespondent Nikolaj Jolkin. „Die Stiefel gehen über den Knöchel hinauf. Dadurch hat man einen besseren Halt, und man kann nicht umknicken. Als wir die Pflastersteine auf dem Roten Platz gesehen haben, haben wir gesagt, wir ziehen die Stiefel an, die wir Gott sei Dank mitgenommen haben.“

    Kapellmeister Adolf Obendrauf (rechts) mit seinen Musikern
    © Sputnik / Nikolaj Jolkin
    Kapellmeister Adolf Obendrauf (rechts) mit seinen Musikern

    Die österreichischen Militärmusiker treten an jedem Abend während des Festivals auf. Sie hätten sich den Roten Platz, den sie aus den Medien kennen, anders vorgestellt:

    „Dass die Pflastersteine so groß sind, mit dem haben wir nicht gerechnet. Wir sind trotzdem gut vorbereitet, weil wir öfter, auch in Österreich, Auftritte haben, wo steiniger Boden ist. Dafür haben wir schon einige Wochen trainiert.“ 

    Die Kulisse für die Auftritte in Moskau diese Kulisse mit Basilius-Kathedrale, Spasski-Turm und dem Roten Platz sei sehr imposant, fügte der Kapellmeister hinzu. Und: „Es ist für uns eine besondere Ehre, hier spielen zu dürfen.“

    Die Militärmusik Niederösterreich hat die berühmtesten österreichischen Stücke nach Moskau mitgebracht, den Donau-Walzer und auch den Radetzky-Marsch, beide von Johann Strauss. „Diese zwei typische österreichische Stücke kommen beim Publikum sehr gut an“, erklärte der Kapellmeister. „Und an zweite Stelle haben wir auch moderne Musik gesetzt – Evergreens, bekannte Medleys und auch was noch Moderneres.“

    • Militärmusik Niederösterreich auf dem Festival „Spasski Turm“
      Militärmusik Niederösterreich auf dem Festival „Spasski Turm“
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    • Militärmusik Niederösterreich auf dem Festival „Spasski Turm“
      Militärmusik Niederösterreich auf dem Festival „Spasski Turm“
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    • Militärmusik Niederösterreich auf dem Festival „Spasski Turm“
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    Militärmusik Niederösterreich auf dem Festival „Spasski Turm“

    Highlight Radetzky-Marsch

    Der Radetzky-Marsch ist durch die Wiener Philharmoniker und deren traditionelles Neujahrskonzert berühmt geworden. Auch bei vielen Wiener Bällen wird er gespielt. „Aber er ist schon ein Militärmarsch“, erklärte Kapellmeister Obendrauf, „weil Graf Radetzky ein Feldmarschall in der österreichischen Habsburger-Monarchiezeit war. Da war das schon eine Militärkapelle, die das aufgeführt hat.“

    © Sputnik . Nikolaj Jolkin
    Österreichische Militärmusiker beim Moskauer Festival „Spasski Turm“

    Das bereits zum 10. Mal organisierte Festival „Spasski Turm“ dauert noch bis zum 3. September. In diesem Rahmen spielt die „Militärmusik Niederösterreich“ zusätzlich am kommenden Samstag, dem 2. September, eine Stunde lang im Moskauer Baumann-Park und anschließend am Kinderspielplatz auf dem Roten Platz. 

    Das komplette Interview mit Kapellmeister Adolf Obendrauf zum Nachhören:

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    Tags:
    Militär, Spasskaja Baschnja, Festival „Spasskaja-Turm, Österreich, Moskau