22:12 24 Februar 2020
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    Der 1989 gebaute atomgetriebene Eisbrecher „Sowjetski Sojus“ (deutsch: „Sowjetunion“) wird entgegen der ursprünglichen Pläne nicht wiederhergestellt, sondern entsorgt. Das hat Wjatscheslaw Rukscha, Direktor des Staatsunternehmens Atomflot, der Nachrichtenagentur RIA Novosti mitgeteilt.

    Eine der Konstruktionsbesonderheiten der „Sowjetski Sojus“ besteht darin, dass sich das Schiff innerhalb kurzer Zeit in ein Schlachtschiff umbauen ließ. Im März 2002 wurde der Eisbrecher, der im Hafen von Murmansk vor Anker lag, erstmals als Stromquelle für Küstenobjekte eingesetzt. Das Experiment verlief zwar erfolgreich, wurde aber als unrentabel bewertet.

    In Folge seiner unzureichenden Auslastung in der Arktis musste das Schiff  für lange Zeit vor Anker liegen. 2014 beschloss die russische Atombehörde Rosatom, den Eisbrecher bis 2018 für neue russischer Arktis-Projekte wieder einsatzbereit zu machen. Mit der modernisierten Reaktoranlage sollte die Lebensdauer des Schiffs um 20 Jahre verlängert werden.

    Doch durch die Sanktionen gegen das gemeinsame Projekt des russischen Konzerns Rosneft und des US-Unternehmens ExxonMobil über die Ölförderung an der Schelfküste der Kara-See wurde der Eisbrecher wieder „arbeitslos“, so der Atomflot-Sprecher.

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    Tags:
    Entsorgung, Eisbrecher, Sowjetunion, Russland