22:56 04 August 2020
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    Burma hat allen UN-Behörden die Lieferungen von Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten an die Bevölkerung im Norden des Rakhaing-Staates verboten, wo es Zusammenstöße zwischen Rohingya-Kämpfern und den Regierungstruppen gibt. Das berichtet die britische Zeitung „The Guardian“ am Montag.

    Nach den Zusammenstößen zwischen Muslimen und den Regierungstruppen in Burma haben sich Hunderte Menschen vor Burmas Botschaft in Moskau zu einer Demo versammelt.
    © Sputnik / Jewgeni Odinokow
    Das Büro des residierenden UN-Koordinators teilte der Zeitung mit, die Lieferungen seien wegen der Sicherheitslage und der Beschränkungen seitens der Regierung eingestellt worden. Diese Beschränkungen würden Hilfeleistungen unmöglich machen.

    „Die Uno ist in ständigem Kontakt mit den Behörden um die humanitären Operationen möglichst schnell wieder aufzunehmen“, so das Büro. Die Hilfsgüter würden in andere Regionen des Rakhaing-Staates geliefert.

    The Guardian“ meldet auch, 16 große internationale Hilfsorganisationen, unter anderem Oxfam und Save the Children, hätten mitgeteilt, Burmas Regierung habe den Zugang zum Konfliktgebiet beschränkt.

    Am Montag hatte die Agentur Myanmar News Agency berichtet, die Rohingya-Kämpfer hätten einen Buddhistischen Tempel in Rakhaing in Brand gesetzt.

    Die Rohingya sind eine muslimische Ethnie in Burma, die hauptsächlich im nördlichen Teil des Rakhaing-Staates leben. Die meisten von ihnen haben keine burmanische Staatsbürgerschaft, denn Burma, wo die überwiegende Mehrheit der Einwohner Buddhisten sind, sieht sie als illegale Migranten aus Bangladesch an. Seit 2012 kommt es in Rakhaing regelmäßig zu ethnischen Unruhen.

    Ende August war die Lage erneut eskaliert: Rohingya-Kämpfer hatten gleich mehrere Polizeiwachen und Militärkasernen in Rakhaing angegriffen. Wie die Agentur Reuters am 1. September unter Berufung auf Burmas Armee berichtete, wurden bei den Auseinandersetzungen zwischen den Regierungstruppen und Rohingya-Muslimen seit einer Woche 400 Menschen getötet, darunter 370 Rohingya-Rebellen. Die Regierungskräfte verloren 15 Angehörige. Außerdem werden die Rebellen der Ermordung von 14 Zivilisten beschuldigt.

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    Tags:
    Rohingya, humanitäre Hilfe, UN, Myanmar, Burma