06:19 25 September 2017
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    Schwänzen ist teuer: Berliner Schüler muss knapp 885 Euro blechen

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    Für Schwänzer wird es in Berlin-Mitte ab jetzt eng: Gegen einen Schüler, der 157 unentschuldigte Fehltage auf dem Konto hat, ist nun ein saftiges Bußgeld in Höhe von 884,50 Euro verhängt worden. Dies berichtet der „Tagesspiegel“.

    Dabei habe es in Mitte noch 2015 kein einziges Schwänzer-Bußgeld gegeben. Später habe sich die Lage jedoch verändert: „Insgesamt gab es 2016/17 fast 90 Bußgelder“, zitiert die Zeitung den Bildungsstadtrat Carsten Spallek (CDU). Die niedrigste Strafe habe 128,50 Euro betragen – für 16 Fehltage.

    Dies bedeute eine Kursänderung, die noch 2015 beschlossen worden sei. Damals wurde laut „Tagesspiegel“ ein konsequenteres und vor allem besser abgestimmtes Vorgehen im Bezirk vereinbart worden, das „Modellprojekt Mitte“ hieß.

    Auch andere Bezirke seien den Schulanzeigen kaum nachgegangen. Anfang 2017 hatten CDU, AfD uns SPD härtere Strafen für Schulschwänzer gefordert — bis hin zum Streichen von Sozialleistungen. Im Januar sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) gegenüber den Bezirken, dass ein konsequentes Vorgehen wichtig sei: „Die Schulbesuchspflicht ist nicht verhandelbar“, wird sie am Donnerstag zitiert.

    Eltern in Mitteldeutschland zahlen Medienberichten zufolge jedes Jahr mehrere Zehntausend Euro an Bußgeldern, weil ihre Kinder die Schule schwänzen.

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    Bußgeld, Schule, Berlin