Widgets Magazine
02:54 21 September 2019
SNA Radio
    Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)

    Russia´s next topcow: weniger High Heels, mehr Stroh

    © Sputnik /
    Panorama
    Zum Kurzlink
    6312
    Abonnieren

    Auch bei Kühen geht es nur ums Äußere – zumindest bei der alljährlichen Kuh-Schau in Nischni Nowgorod. Dabei wird mit allen Kniffen gearbeitet und auch vor falscher Haarpracht nicht Halt gemacht. Die Jury besteht auch aus internationalen Experten. Der Name der Sieger-Kuh ist unbekannt.

    Die Zuchtschau für die besten Kuhrassen der Region Nischni Nowgorod an der Wolga wurde am Rande der Agrarmesse „Agrofest 2017“ zum fünften Mal durchgeführt. Schmuck und Pflege bei dieser Kuh-Schau erinnerten durchaus an ähnliche Wettbewerbe wie etwa „Miss Universe“.

    Es sei eine Art Herausforderung für Hochzuchtbetriebe, erklärte Maria Samsonowa im Sputnik-Interview. Sie ist Ressortleiterin für Viehzucht des Landwirtschaftsministeriums der Region  Nischni Nowgorod. Nach ihren Angaben mussten die Tiere nicht extra vorbereiten werden: Die Hauptsache sei die tägliche Arbeit, allerdings habe jeder Tierpfleger seine Kniffe. Dazu gehöre auch das Frisieren der Tiere, fügt sie hinzu.

    • Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      © Sputnik /
    • Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      © Sputnik /
    • Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      © Sputnik /
    • Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)
      © Sputnik /
    1 / 4
    © Sputnik /
    Agrarmesse „Agrofest 2017“ (Archivbild)

    „Es ist sozusagen die ästhetische Vorbereitung. Überdies muss man sein Tier den Zuchtrichtern fachgerecht präsentieren können. Dabei kommt es darauf an, dass der Vorstellende sich an das Tier und das Tier sich an ihn gewöhnt, sonst geht es nicht in die Richtung, in die es soll. Das ist gar nicht leicht zu erreichen.“

    Ganz gewöhnliche Tiere

    Es dauere nicht weniger als ein oder zwei Monate Training, bis es soweit sei, so Samsonowa, bis Tier und Mensch eine Art Tandem bilden. „Jedes Jahr muss man sich etwas Besonderes, Individuelles einfallen lassen, indem man die Nuancen des Tiercharakters berücksichtigt.“ Für den Schönheitswettbewerb würden die Kühe nicht extra gemästet, damit sie würdig aussehen, versicherte die Ressortleiterin. „Es sind gewöhnliche Tiere, die auf hiesigen Bauernhöfen gehalten werden.“

    Es würden aber unter anderem Schweiftoupets eingesetzt. Samsonowa kommentierte das so:

    „Solche Schlauberger finden sich bei uns! Sie wollen die Quaste schöner, buschiger machen! Gepflegt, gekämmt!“

    Wie bei jedem Schönheitswettbewerb spielt nur das Aussehen der Kuh eine Rolle. Nicht der Milchertrag an sich, sondern einfach ein gesundes Aussehen. Das bürge laut der Expertin beim Vieh auch für die Milchleistung.

    Jury international zusammengesetzt

    Für die Zuchtjury würden in Nischni Nowgorod in der Regel ausländische Experten engagiert:

    „Mit internationaler Akkreditierung, um bei unserem Schaulaufen ein fachmännisches Urteil zu gewährleisten. Diesmal hatten wir einen Zuchtrichter aus den Niederlanden, Nico Bons von der ‚European Holstein and Red Holstein Federation‘. Er hat gesagt, er habe unsere Kühe wie Mädchen beim Schönheitswettbewerb bewertet: Je nachdem, ob ihm ihr Äußeres gefiel oder nicht.“

    Samsonowa schloss nicht aus, dass die schönsten Kühe zu der Berliner Grünen Woche kommen können. „Aber siegen muss man zunächst bei der Allrussischen Messe in Moskau, wo in erster Linie der Milchertrag des Milchviehs bewertet wird. Unsere Kühe zeichnen sich aber auch dort durch ihre Schönheit, eine Art Würze, durch ihre Eigenart aus.“

    Nikolaj Jolkin

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Militärorchester-Festival in Moskau: Schweizer Trommler zeigen ihr Können
    Mit Wiener Walzer und Radetzky-Marsch auf dem Roten Platz – und den richtigen Schuhen
    Menschen mit ihren Unterschieden respektieren– Ruge liest in Moskau
    Tags:
    Kühe, Agrarindustrie, Tiere, Schönheitswettbewerb, Nikolaj Jolkin, Russland