06:14 19 November 2019
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    Hauptangeklagte Beate Zschäpe

    NSU-Prozess: Lebenslange Haft für Beate Zschäpe gefordert

    © AFP 2019 / Michael Dalder
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    Im Prozess um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) fordert die Bundesanwaltschaft nach der Sommerpause eine lebenslange Freiheitsstrafe für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wegen zehnfachen Mordes. Dies berichten deutsche Medien unter Berufung auf Bundesanwalt Herbert Diemer.

    Diese Strafe sei für jeden einzelnen Mord fällig, betonte Bundesanwalt in seinem Plädoyer vor dem Münchner Oberlandesgericht.

    Der Schlussvortrag der Anklagebehörde dauerte bereits sieben Prozesstage. Darin stellten die Oberstaatsanwälte Anette Greger und Jochen Weingarten detailliert die Verbrechen des NSU dar und bewerteten diese juristisch. Insgesamt sollen Zschäpe zusammen mit ihren Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt der Staatanwaltschaft zufolge neun Morde aus Fremdenhass, ein Mord aus Hass auf den Staat, zwei Sprengstoffanschläge und zahlreiche Raubüberfälle verübt haben.

    Für die vier weiteren Angeklagten hatten die Staatsanwälte Beihilfe zum Mord, Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und andere Delikte geltend gemacht.

    Ein Urteil wird allerdings erst in den nächsten Monaten erwartet, wenn nicht sogar erst im kommenden Jahr.

     

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    Tags:
    Bundesanwaltschaft, Unterstützung, Urteil, Fremdenhass, Delikt, Mord, strafe, Haft, Beate Zschäpe, Deutschland