10:40 25 November 2017
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    Pizza und Bären: Amateur-Übersetzer empört Hörgeschädigte bei „Irma“-Pressekonferenz

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    Ein Amateur-Übersetzer für Gebärdensprache steht wegen seiner Fehler bei einer Pressekonferenz im US-Bundesstaat Florida zum Hurrikan „Irma“ unter massiver Kritik. Hörgeschädigte haben sich empört, als er sie vor Pizzen und Monstern statt vor dem Hurrikan warnte. Dies berichtet die Zeitung „The Hill“.

    Bei dem unerfahrenen Übersetzer handelte es sich demnach um einen Rettungsschwimmer namens Marshall Greene. Er habe notgedrungen einspringen müssen, da kurzfristig kein professioneller Übersetzer für Gebärdensprache habe organisiert werden können.

    Greene ist laut dem Blatt mit einem hörgeschädigten Bruder aufgewachsen und soll angegeben haben, der Gebärdensprache mächtig zu sein.

    Dem war aber offenbar nicht so. So soll er die Bevölkerung einer Stadt in Florida vor sich annähernden Pizzen, Bären und Monstern gewarnt haben. Und statt der Ermahnung, Nachrichten im Fernsehen ständig zu verfolgen, habe er das Wort „verrückt“ gezeigt. Manche Aussagen der Redner habe er überhaupt nicht übersetzt.

    Zudem sei er falsch gekleidet gewesen: Übersetzer für Gebärdensprache tragen normalerweise dunkle Kleidung, damit sich die Hände besser vom Hintergrund absetzen.

    Nun verlangt die Community der Hörgeschädigten in Florida laut der Zeitung eine offizielle Entschuldigung von den Behörden. Denn das Verhalten des Amateur-Übersetzers hätte nach ihrer Meinung zahlreiche Menschenleben gefährden können.

    Greenes Vater hingegen verteidigte den Versuch seines Sohnes. Er sei von seinem Chef gefragt worden, auszuhelfen, und habe sich nur an die Anweisung gehalten.

    Tags:
    Übersetzung, Hurrikan, Monster, Bär, Pizza, Hurrikan Irma, USA, Florida
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