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    Eine Mars-Kolonie (Symbolbild)

    Mars-Simulation beendet: „Raumfahrer“ kehren nach acht Monaten aus Isolation zurück

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    Eine simulierte Mars-Mission ist am Sonntag auf Hawaii zu Ende gegangen. Wie die US-Zeitung „The Washington Post“ berichtet, dauerte das wissenschaftliche Experiment ganze acht Monate.

    Insgesamt acht Monate haben sechs Freiwillige aus den USA und Großbritannien (vier Männer und zwei Frauen) völlig isoliert am Fuße eines Vulkans auf Hawaii verbracht und dort ein Leben auf dem Mars simuliert. Im Rahmen des Projekts „Hawaii Space Exploration Analog and Simulation“ (HI-SEAS), das von der US-Raumfahrtbehörde Nasa zusammen mit der University of Hawaiʻi organisiert wird, sollte das Team testen, wie es sich unter Extrembedingungen für lange Zeit auf engem Raum leben lässt. Das solle Experten dabei helfen, ein besseres Verständnis über die psychologischen Konsequenzen einer langfristigen Weltraummission zu bekommen.

    In dieser langen Zeit hat die Forschungsgruppe ausschließlich gefriergetrocknete Nahrung zu sich nehmen können. Wie die Zeitung nun berichtet, feierten die „Marstronauten“ den Abschluss des Experiments und ihre Rückkehr aus der Isolation am Sonntag mit reichlich tropischem Obst und Eiauflauf.

    Ferner heißt es, die Vorbereitungen auf die nächste Mars-Simulation, die 2018 stattfinden soll, hätten bereits angefangen. Dabei handle es sich schon um das sechste derartige Experiment der Nasa und der University of Hawai‘i.

    „Wir hoffen, dass beim nächsten Mal ein Besatzungsmitglied aus Russland an dem Projekt teilnehmen wird“, sagte die wissenschaftliche Leiterin des Projekts, Kim Binsted.

    In den Jahren 2010-2011 hatte in Moskau ein ähnliches Experiment stattgefunden. Das Ziel der Mission Mars500 bestand darin, im Laufe von 520 Tagen den Flug zum Mars, die Landung auf dem Mars und den Rückflug zur Erde zu simulieren.

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    Tags:
    Experiment, Konsequenzen, Weltraum, NASA, Großbritannien, USA, Mars