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    Einbruch in Berliner Polizeipräsidium: Polizei zeigt „Humor“ - Netz will nicht lachen

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    Bei einem dreisten Einbruch in das Berliner Polizeipräsidium haben Diebe dutzende wertvolle historische Gegenstände wie zum Beispiel das Bundesverdienstkreuz eines Ex-Polizeipräsidenten ergaunert. Nach stundenlangem Schweigen gibt die Polizei aber statt einer Pressemitteilung ein „humorvolles“ Statement von sich.

    Am Wochenende sind Diebe in das Polizeipräsidium in Berlin eingebrochen. Es verschwanden dutzende solcher Gegenstände der Polizeihistorischen Sammlung wie das Bundesverdienstkreuz des ehemaligen Polizeipräsidenten Dr. Johannes Stumm, Gestapo-Dienstmarken, Ordensschnallen sowie Dienstauszeichnungen.

    Offenbar ist der Diebstahl aber erst am Montagmorgen überhaupt entdeckt worden: „Das Ding haben wir voll verschlafen“, räumt die Polizei Berlin in ihrem Facebook-Account ein. „Wenn am Wochenende unbemerkt in die polizeihistorische Sammlung im Polizeipräsidium eingebrochen wird, dabei diverse historische Gegenstände gestohlen werden und wir davon erst heute erfahren, dann bleibt auch uns als Social Media Team nur ein Kaltstart aus der Boxengasse.“

    Man werde auch nicht böse sein, wenn man die Polizei „in diesem Post auf die Schippe“ nehme.

    Unter dem Post folgen Facebook-User diesem Ratschlag auch konsequent:

    „Die Frage ist doch, wie wollt ihr die Bürger schützen wenn ihr das nicht mal im eigenen Haus schafft.

    Peinlich ist noch gelinde gesagt“, schreibt „Markus Nierer“.

    Der User „Jens Löwe“ meint, das alles viel fataler kommen könnte und zitiert eine Satz, der in den deutschen Medien geschrieben stehen soll:  „Ein Terrorist könnte in das Präsidium rennen und niemand am Eingang wäre in der Lage ihn zu stoppen.“

    „Liebe Polizei, stellt doch eine private Sicherheitsfirma ein. Dann könnt ihr die Schuld in andere Schuhe schieben, wenn die anstatt euch Netflix gucken“, scherzt „Mario Müller“.

     

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    Tags:
    Polizei, Deutschland, Berlin