23:46 11 Dezember 2017
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    Protest auf der Brücke: Asylbewerber sorgt in Köln für Zugausfälle

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    Ein abgelehnter Asylbewerber hat mit einer außergewöhnlichen Protestaktion auf der Hohenzollern-Brücke in Köln für zahlreiche Zugausfälle und -verspätungen gesorgt. Das berichten deutsche Medien am Donnerstag.

    Zuvor war den Berichten zufolge der Asylantrag des 29-jährigen Iraners abgelehnt worden. Daraufhin sei er am Mittwochnachmittag auf einen Stahlbogen der Kölner Hohenzollern-Brücke geklettert, von wo aus er Zettel mit Gedichten in arabischer Schrift um sich geworfen haben soll.

    ​Nachdem die Polizei gerufen wurde und zur Brücke kam, sei auf Forderung des Iraners eine Dolmetscherin hinzugezogen worden. Danach sei er freiwillig wieder heruntergeklettert und von Polizisten festgenommen worden. 

    ​Der Mann habe sich nach eigenen Worten nicht umbringen wollen, wie ein Sprecher der Bundespolizei gegenüber der Nachrichtenagentur DPA bekannt gab. Der Iraner muss nun nach Angaben der Agentur mit einer Anzeige wegen Störung öffentlicher Betriebe rechnen. Inzwischen sei er wieder freigelassen worden.

    ​Wegen der ungewöhnlichen Protestaktion war die für den Bahnverkehr in Köln sehr wichtige Hohenzollern-Brücke am späten Mittwochnachmittag für zweieinhalb Stunden komplett gesperrt worden, so DPA. Das führte zu zahlreichen Zugverspätungen und Umleitungen im Rheinland. Laut der Deutschen Bahn gab es wegen dem Zwischenfall zahlreiche Umleitungen und einige Teilausfälle.

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    Tags:
    verspätet, Zug, Festnahme, Polizei, Protestaktion, Brücke, Ablehnung, Asylantrag, Asylbewerber, Köln