15:35 16 Dezember 2017
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    Oktoberfest - Blaskapelle

    Oktoberfest: Tiroler Blaskapellen geben „Nazi-Marsch” zum Besten

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    Während des Trachten- und Schützenumzugs auf dem Münchner Oktoberfest haben zwei Blasmusikkapellen aus dem österreichischen Zillertal den „Standschützenmarsch“ – eine Komposition aus der NS-Zeit – gespielt. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) in ihrer Onlineausgabe.

    Laut Kurt Drexel, Musikwissenschaftler der Universität Innsbruck, handelt es sich bei dem Marsch um ein „Emblem für die NS-Zeit in Tirol“. Das Stück vom Tiroler Komponisten Sepp Tanzer sei 1942 dem damaligen Gauleiter von Tirol, Franz Hofer, gewidmet worden. Tanzer soll den Marsch einst auch persönlich vor Hitler und Mussolini dirigiert haben.

    Auch im Text seien Verknüpfungen zu der Geschichte des Dritten Reichs aufzufinden – es sei immerhin ein „Kampfruf für die Tiroler Bauern als Wehrstand des dritten Reiches im Süden“ gewesen, schreibt das Blatt

    Dabei soll der Tiroler Blasmusikverband seinen Mitgliedern bereits seit vier Jahren nahegelegt haben, „auf das Spielen dieses Marsches aus Respekt vor den Opfern des NS-Regimes zu verzichten“. Gegenüber der SZ erklärte der Obmann der zwei Blaskapellen, dass der Marsch „schön“ sei und es ja eben nur eine Empfehlung und kein Verbot gebe.

    Tags:
    Nazi-Deutschland, Marsch, Österreich, Tirol, Deutschland
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