20:39 15 Dezember 2017
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    Tausende Babys illegal verkauft: Sri Lanka gesteht Existenz von „Kinderfarmen“

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    Sri Lankas Regierung hat die Existenz sogenannter „Kinderfarmen“ gestanden, in denen Frauen unter Zwang geschwängert wurden, um die Säuglinge anschließend illegal nach Europa zu vermitteln. Der Gesundheitsminister des Landes versprach in einer Dokumentation des niederländischen Fernsehens eine Aufklärung der kriminellen Geschäfte.

    „Es hat damals viele Kinderfarmen gegeben“, bestätigt der sri-lankische Gesundheitsminister, Dr. Rajitha Senaratne in dem Dokumentarfilm. „Sie haben Kinder gesammelt und an den Ausländer verkauft.“ 

    Er betonte, die Ermittlungen wegen Adoptionsbetrug würden aufgenommen. Zudem soll eine DNA-Datenbank gegründet werden, damit die adoptierten Kinder ihre biologischen Eltern finden können.

    Indes hat der niederländische Staatssekretär im Justizministerium Klaas Dijkhoff, der für internationale Adoption in den Niederlanden zuständig ist, angekündigt aufzuklären, „wer in dieser Situation die größte Rolle gespielt und welche Personen und Organisationen sich daran beteiligt hatten“.

    In den 1980er Jahren sollen Tausende Kinder aus Sri Lanka in die Niederlande gebracht worden sein. Dem Bericht zufolge haben die sri-lankischen Behörden im Jahr 1987 daher die Entscheidung getroffen, die internationale Adoption auszusetzen.

    Zuvor hatte die sri-lankische Regierung laut den Recherchen des niederländischen Fernsehens die Existenz solcher Kinderfarmen stets dementiert und Informationen darüber als Gerüchte zurückgewiesen.

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    Tags:
    Gerüchte, Adoptivkinder, Regierung, Adoption, DNA, Kinder, Justizministerium, Sri Lanka, Niederlande
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