10:30 24 November 2017
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    London versagt Uber die Lizenzverlängerung

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    London wird dem Fahrdienst-Vermittler Uber die bis zum 30. September laufende Lizenz nicht weiter verlängern. Die britische Hauptstadt wirft dem US-Dienstleister Verantwortungslosigkeit vor. Dies teilte die Behörde „Transport for London“ am Freitag mit.

    Die Nahverkehrsbehörde Londons erklärte, das Verhalten von Uber könne Folgen für die Sicherheit der Fahrgäste des Unternehmens haben. Es gehe unter anderem um das Melden ernsthafter krimineller Straftaten und die medizinische Untersuchung der Fahrer. Transport of London sei zudem mit den Erklärungen von Uber zum Einsatz der Greyball-Software unzufrieden, die zum Täuschen von Behörden bei Regelverstößen benutzt worden sei. Greyball habe dafür gesorgt, dass den Behörden in der App falsche Inhalte angezeigt worden seien.

    Der Londoner Bürgermeister Sadig Khan hat laut das Portal „TechCrunch“ die Entscheidung der Nahverkehrsbehörde unterstützt:

    "Alle Unternehmen in London müssen nach den Regeln spielen und die hohen Standards einhalten, die wir erwarten — vor allem, wenn es um die Sicherheit von Kunden geht", erklärte Sadig Khan einer Mitteilung zufolge.

    Die laufende Lizenz für Uber läuft am 30. September ab. Der Fahrdienst-Vermittler habe das Recht, gegen die Entscheidung vor Gericht zu gehen. Dabei kann Uber der Behörde zufolge seine Fahrdienste anbieten, bis über den Einspruch entschieden werde.

    Nach eigenen Angaben von Uber buchen in London rund 3,5 Millionen Menschen Fahrten über die App. Mehr als 40.000 Fahrer bieten demnach auf der Plattform ihre Dienste an.

    Im Juni 2017 war der Ubers Chef Travis Kalanick nach zahlreichen Skandalen zurückgetreten. Hierbei ging es unter anderem um den Einsatz von Greyball-Software sowie um Klagen von Passagieren wegen sexueller Belästigungen. 

    Im August 2017 hatte die Londoner Polizei mitgeteilt, dass das Taxi-Unternehmen nicht immer die in Autos begangenen Verbrechen gemeldet habe, während die Zahl der sexuellen Übergriffe von Fahrern innerhalb eines Jahres um 50 Prozent gestiegen sei.

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    Tags:
    Dienstleistungen, Taxi, Straftaten, Uber, London, Großbritannien
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