03:20 21 Oktober 2017
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    Polizei bei Ikea in Wasteras, Schweden (Archivbild)

    Ikea-Doppelmord: Täter aus Eritrea fordert Freigang – er will bei McDonalds essen

    © REUTERS/ Peter Kruger
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    Das wird ein Häftling wohl noch dürfen: Ein wenig shoppen, dann einen Happen bei McDonalds zu sich nehmen und wieder ab in die Zelle. Jedenfalls fordert dass der eritreische Flüchtling Abraham Ukbagabir von der Leitung jenes Gefängnisses, in dem er wegen Doppelmords eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßt. Das hat das Portal „Lenta“ berichtet.

    Der Mann aus Eritrea hatte im August 2015 eine 55-jährige Frau und ihren 28-jährigen Sohn in einem IKEA-Möbelhaus erstochen. Dann rammte er sich selbst das Messer in den Bauch – aus Protest: Sein Asylantrag war zuvor abgelehnt worden. Den Selbstmordversuch überlebte er. Heute verbüßt er eine lebenslange Freiheitsstrafe im schwedischen Södertälje.

    Da Ukbagabir von seinen Mitinsassen immer wieder verprügelt wurde, wurde er mehrmals von einem Gefängnis ins nächste verlegt. Zuletzt hatte er sogar gefordert, die Freiheitsstrafe in seiner Heimat verbüßen zu dürfen. Ein schwedisches Gericht lehnte den Antrag aber ab.

    Der Häftling hat nunmehr einen weiteren Antrag bei der Leitung seines jetzigen Gefängnisses eingereicht: Er möchte das Gefängnis verlassen dürfen, um ein wenig zu shoppen und bei McDonalds zu essen. Und die Gefängnisleitung? Sie hat den Antrag abgelehnt.

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    Tags:
    Messer, Flüchtlinge, Mörder, McDonald’s, IKEA, Schweden
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