15:53 16 Dezember 2017
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    Kind in Uganda (Archivbild)

    Gnadenlose Hexerei: Zauberer in Uganda opfern Kinder für Regen

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    Medizinmänner und Heiler in Uganda (Ostafrika) haben Kinder geopfert, um Regen herbeizuzaubern und Menschen vor der derzeitigen großen Dürre zu retten, meldet das Portal „Religion News Service“.

    Das afrikanische Land leidet unter der schwersten Dürre seit 50 Jahren. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht. Viele Einheimische glauben fest daran, dass die Geister ihnen den lang erwarteten Regen bringen können.

    „Mein unschuldiger Sohn hatte einen qualvollen Tod. Wie konnte man nur meinen Jungen umbringen?“, zitiert das Portal die 28-jährige Jackline Mukisa.

    Ihr achtjähriger Sohn wurde im Februar in einem Sumpf aufgefunden. Die Leiche war ohne Zähne, Lippen, Ohren und Genitalien. Laut Polizei war das einer der vielen Ritualmorde, bei denen Kinder von sogenannten Medizinmännern oder Regenzauberern entführt und dann getötet werden. Dem Portal zufolge verwenden die Heiler Kekse oder Süßgetränke, um ein Kind anzulocken und es dann zu entführen und zu töten.

    Allein im September haben die lokalen Strafverfolgungsbehörden 44 Personen verhaftet, die unter Verdacht stehen, Ritualmorde begangen zu haben. Einer der Festgenommenen hat bereits acht Mordfälle gestanden.

    Laut dem Portal waren im vergangenen Jahr sieben Kinder und zwei Erwachsene ermordet worden. Allen Opfern waren sämtliche Zähne entfernt sowie die Ohren und Genitalien abgeschnitten worden. Im Jahr 2015 hatte die Polizei die Überreste von sieben Kindern und sechs Erwachsenen gefunden. Den Ermittlern zufolge gab es aber viel mehr Ritualmorde. Es seien nur nicht alle Leichen gefunden worden.

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    Tags:
    Ritualmord, Heiler, Medizinmann, Hexe, Entführung, Mord, Kinder, Uganda, Afrika
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