03:05 22 Juli 2018
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    Supermarkt (Symbolbild)

    Laden in Polen: Ukrainer werden besonders streng gefilzt

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    Der Besitzer eines lokalen Supermarkts in der Stadt Barlinek im Nordwesten Polens hat eine Anzeige aufgehängt, die warnt, dass alle Ukrainer, die einkaufen möchten, am Ausgang einer Inspektion unterzogen werden. Das hat das polnische Zentrum zur Überwachung von rassistischem und fremdenfeindlichem Verhalten auf seinem Facebook-Account berichtet.

    „Achtung! Jeder Bürger der Ukraine soll nach der Kasse überprüft werden“, hieß es in der Anzeige, die auf Ukrainisch und Polnisch geschrieben wurde.

    Der Ladenbesitzer erklärte, dass diese Entscheidung nach einem gescheiterten Diebstahl eines Ukrainers getroffen worden sei. Der Mann habe versucht, zwei Tüten mit Lebensmitteln zu klauen.  

    Wie die polnischen Medien berichten, sei die Anzeige am selben Tag entfernt worden. Der Unternehmer gab zu, dass die Formulierung nicht angemessen war.

    Gleichzeitig betonte er, dass "Ukrainer ein Problem sind" sowohl in seinem Laden als auch in Barlinek. Seiner Meinung nach stehlen sie öfter als die Polen und das erfordere zusätzliche Schutzmaßnahmen.

    Zuvor hatten Medien berichtet, dass ukrainische Staatsbürger ab 11. Juli visafrei mit einem biometrischen Pass in EU-Staaten reisen können. Der Aufenthalt der ukrainischen Bürger in den Mitgliedsländern der Schengen-Zone wird nur für 90 Tage innerhalb von 6 Monaten erlaubt, dabei ist es nicht nötig, alle genehmigten Tage durchgehend zu nutzen. Das visafreie Regime genehmigt keine Erwerbstätigkeit in den EU-Ländern. Der Zweck eines kurzen Aufenthalts kann Tourismus, Business, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, Besuch von Verwandten und Familienangehörigen sein.

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    Tags:
    Supermarkt, Anzeige, Diebstahl, Facebook, Polen, Ukraine
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