11:51 26 Februar 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    5782
    Abonnieren

    Nach der Schießerei in Las Vegas nennt der russische Geheimdienst-Veteran Sergej Gontscharow die Gründe, die nach seiner Einschätzung das Blutbad in Amerikas wohl wichtigstem Touristik-Zentrum ermöglicht haben.

    Ein 64-Jähriger hatte in Las Vegas auf Besucher eines Country-Festivals geschossen und mindestens 50 Menschen getötet: Mehr als 400 weitere wurden verletzt.

    „Wenn ich mich nicht irre, kümmern sich in Amerika sechs oder gleich sieben Geheimdienste um die Sicherheit des Landes und der Bürger. Und eine Koordination zwischen ihnen gibt es offenbar nicht“, sagte Gontscharow, einst Kämpfer der Spezialeinheit Alpha des sowjetischen Geheimdienstes KGB und heute Vorsitzender des Alpha-Veteranenverbandes, in einem Gespräch mit Sputnik.

    Mehr noch: Zwischen den einzelnen Geheimdiensten gebe es sogar eine Rivalität. „Jeder von ihnen sieht sich selbst als Mittelpunkt der Welt und versucht, die von ihm gewonnenen Erkenntnisse als erster an den Präsidenten heranzutragen. Das schadet natürlich der gemeinsamen Arbeit.“

    Hinzu käme, dass in den USA riesige Mengen von Waffen im Umlauf seien, so Gontscharow weiter. „Im Kongress wurde mehrmals gefordert, die Kontrolle über den Waffenhandel zu verschärfen, doch die Waffenlobby und – wie man dort sagt — die Demokratie haben das bislang nicht umsetzen lassen. Das ist ein Problem Amerikas.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Hillary Clinton über Merkel: „Sie hat sich einen sehr langen Urlaub verdient“
    Bundesverfassungsgericht kippt Sterbehilfe-Gesetz
    Immer mehr Deutsche misstrauen etablierten Medien – Studie
    USA erweitern Sanktionen gegen Russland
    Tags:
    Las Vegas, USA