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07:36 22 September 2019
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    U-Boot-Besitzer Peter Madsen (Archivbild)

    Mord an Journalistin: Folter- und Enthauptung-Videos bei U-Boot-Tüftler gefunden

    © AFP 2019 / Bax Lindhardt / Scanpix Denmark
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    Auf einer Festplatte in der Werkstatt des dänischen Tüftlers Peter Madsen, der des Mordes an der schwedischen Journalistin Kim Wall verdächtigt wird, sind Aufnahmen von Folterungen und Enthauptungen von Frauen entdeckt worden. Dies berichtet BBC unter Berufung auf den dänischen Staatsanwalt Jakon Buch-Jepsen.

    Ermittler halten demnach die Aufnahmen für echt. Auf ihnen seien entsetzliche Szenen von Folter, Enthauptung und Verbrennung von Frauen zu sehen.

    Zudem wurden laut der Staatsanwaltschaft bei der Obduktion Schnittwunden am Unterleib und an der Brust der Journalistin entdeckt.  Diese seien wahrscheinlich „um den Todeszeitpunkt oder kurz danach“ zugefügt worden. Zudem seien Beine und Arme abgesägt worden. Die eigentliche Todesursache müsse aber noch festgestellt werden.

    Madsen bestreitet weiterhin seine Schuld. Den Tod der Journalistin erklärt er damit, dass ihr angeblich eine 70 Kilogramm schwere Luke versehentlich auf den Kopf gefallen sei. Daraufhin habe er ihre Leiche in Panik von Bord seines U-Boots „UC3 Nautilus“ geworfen. Die Staatsanwaltschaft glaubt dieser Erklärung jedoch nicht und geht davon aus, dass Madsen Wall im Wahn tötete und ihre Leiche verstümmelte.

    Über die Hinrichtungs-Videos soll er gesagt haben, die Festplatte gehöre ihm nicht. Viele Menschen hätten Zugang zu seiner Werkstatt.

    Der 46-jährige Peter Madsen ist ein renommierter Erfinder und Ingenieur. 2008 brachte er seine „UC3 Nautilus“ zu Wasser. Das 33 Tonnen schwere Gefährt ist eines der größten privaten U-Boote der Welt.

    Madsen wird beschuldigt, die schwedische Journalistin Kim Wall am 10. oder 11. August an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Die 30-jährige schwedische Journalistin wollte eine Reportage über Madsen schreiben und hatte deshalb mit ihm mit der „Nautilus“ einen Ausflug unternommen. Elf Tage später wurde ihre enthauptete Leiche mit abgetrennten Gliedmaßen entdeckt. Später ergab die Obduktion, dass der Frau die Luft aus den Lungen gepresst worden war, damit ihre Leiche nicht an die Oberfläche treiben würde.

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    Tags:
    U-Boot, Mord, Dänemark, Schweden