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07:00 16 Juli 2019
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    Ex-Geheimagent Werner Mauss

    „Deutscher James Bond“: Zwei Jahre auf Bewährung für Steuerhinterziehung - Medien

    © AFP 2019 / Ina Fassbender, dpa
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    Der Ex-Geheimagent Werner Mauss, auch als „deutscher James Bond“ bekannt, ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Dies berichten am Donnerstag deutsche Medien.

    Neben der Bewährungsstrafe sei Mauss auch verpflichtet, 200.000 Euro zugunsten von Wohltätigkeitsorganisationen zu zahlen. Das Landgericht Bochum hatte dem 77-jährigen vorgeworfen, unter einem Decknamen eigene Vermögenswerte im Ausland versteckt zu haben. So konnte sich deutschen Medien zufolge der ehemalige Agent zwischen 2001 und 2011 der Zahlung von Steuern entziehen.

    Die Staatsanwaltschaft forderte demnach eine mehrjährige Haftstrafe für Werner Mauss. Der Ex-Geheimagent weigerte sich, seine Schuld zuzugeben, und plädierte auf Freispruch.

    Der Prozess hatte im September 2016 begonnen. In den Gerichtsverhandlungen ging es laut Medien um einen Geheimfonds, dessen Existenz der ehemalige SPD-Politiker Bernd Schmidbauer im Januar bestätigte. Wie sich herausstellte, hatte Mauss aus diesem Fonds seine Operationen finanziert. Der Fonds sei als „internationale Reserve“ bezeichnet und darin von anderen Staaten eingezahlt worden – unter anderem von den USA.

    Wie weiter berichtet wurde, hatte Mauss jahrzehntelang verdeckt für die Bundesregierung gearbeitet – unter anderem bei der Befreiung von Geiseln. Über die Aktivitäten von Mauss, der über die Jahre verschiedenen Identitäten angenommen hatte, gebe es dabei wenig offizielle Informationen.

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    Tags:
    Steuerhinterziehung, Bewährungsfrist, Gericht, Werner Mauss, Bochum, Deutschland