13:00 11 Juli 2020
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    Am (heutigen) Montag jährt sich zum 50. Mal der Tod des legendären lateinamerikanischen Revolutionärs Ernesto Che Guevara. Er wurde von US-Geheimdiensten in Bolivien aufgespürt und getötet, weil Washington infolge der wachsenden Popularität Guevaras gefürchtet hatte, den eigenen Einfluss in der Region einzubüßen, berichtete der TV-Sender Swesda.

    Er habe den fatalen Befehl am 9. Oktober 1967 um 12.30 als eine verschlüsselte Nachricht erhalten, sagte Ex-CIA-Agent Felix Rodriguez, der eine Sonderoperation zur Suche nach Guevara geleitet hatte, in einem Interview des russischen Senders. „Unsere Codierung war ganz schlicht: 500 bedeutete Guevara, 600 hinrichten und 700 nicht hinrichten. Am Telefon hörte ich den Befehl des Oberkommandos: 500-600. Ich bat um eine Wiederholung, die Zahlen wurden bestätigt. Das heißt, dass der (bolivianische) Präsident (René Barrientos Ortuño) beschlossen hat, Che loszuwerden“, fuhr Rodriguez fort.

    „Tut mir leid, Comandante“, sagte der Agent nach dem Telefonat. Um ihr weiteres Gespräch erzählt man Legenden. „Aber alles stimmt nicht“, sagte Rodriguez. „Das war ein ruhiges Gespräch zweier Menschen, die einander achteten, auch wenn sie einander widerstanden. Ches äußerte seine letzte Bitte: ‚Sag Fidel (Castro), wenn du kannst, dass er bald den Sieg der Revolution in ganz Amerika sehen wird.‘ Und dann noch eine Bitte: ‚Sag meiner Frau, dass sie dann wieder heiratet und versucht, glücklich zu werden‘“, so der Ex-Agent.

    Am Montag fanden sich rund 50.000 Kubaner am Mausoleum „Monumento Memorial Che Guevara“ in Santa Clara, etwa 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Havanna, um des „heldenhaften Partisanen“ zu gedenken.

     

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    Tags:
    Befehl, Hinrichtung, Ernesto Che Guevara, Felix Rodriguez, Kuba