08:20 13 Dezember 2017
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    Der König Saudi-Arabiens zusammen mit seiner Delegation im Kreml

    Saudi-König bringt grenzenlosen Luxus nach Moskau

    © AP Photo/ Pool/ Yuri Kadobnov
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    Leicht ist es und schwer zugleich, den saudischen König Salman zu empfangen. Alles, was er braucht, hat der Monarch auf Reisen immer mit – das ist der leichte Part. Nur ist der Scheich nicht nur reich, er ist auch einer der anspruchsvollsten Menschen der Welt. Das hat seine Konsequenzen für die Gastgeber, wie die Zeitschrift „Expert“ berichtet.

    Der erste Besuch des saudischen Oberhaupts in Russland war da keine Ausnahme. Es hat ja Tradition, dass der König eine eineinhalbtausendköpfige Entourage mit auf Reisen nimmt – und dazu alles, was ein Herrscher für einen viertägigen Besuch in einem fremden Land braucht: Angefangen bei den Möbeln für die Hotel-Suite bis hin zu den Lakaien, die während des Besuchs das Hotelpersonal ersetzen.

    In Moskau logierte seine Hoheit König Salman standesgemäß nur wenige hundert Meter vor dem Kreml, im Four Seasons. Das Hotel wurde selbst für die Dauergäste für die ganzen vier Tage des königlichen Aufenthalts geschlossen. Und auch das benachbarte Ritz-Carlton haben die Saudis gemietet – alle 334 Zimmer für umgerechnet 200.000 Euro die Nacht.

    Alles in allem dürfte der Saudi-König rund dreieinhalb Millionen Euro für seinen Moskau-Besuch ausgegeben haben. Für saudische Verhältnisse eine Kleinigkeit, hat das Königshaus doch für den Sommerurlaub im marokkanischen Tangier in diesem Jahr rund 90 Millionen Euro bezahlt.

    Außer Teppichen und Möbeln hat König Salman auch eine spezielle mobile Rolltreppe mit vergoldeten Stufen mit nach Moskau genommen. Bedauerlicherweise hatte sie am Moskauer Regierungsflughafen Wnukowo beim Aussteigen des Monarchen einen Aussetzer: Das Oberhaupt musste den Weg auf den russischen Boden aus eigener Kraft bewältigen. Dafür lief alles Weitere in Moskau wie am Schnürchen.

    Natürlich bewegte sich die Königsfamilie mit eigenen Autos durch die russische Hauptstadt, doch schocken konnte der König mit seinem Fuhrpark – wie nobel und edel die Karossen auch waren – in Moskau bestimmt niemanden.

    Anders beim Menü: Der König und seine Gefolgschaft verspeisen ausschließlich Lebensmittel aus ihrer Heimat. Jeden Tag wurden 800 Kilogramm Speisen und Getränke aus Saudi-Arabien nach Moskau eingeflogen.

    Nebenbei bemerkt war es schwierig, die Zahl der saudischen Regierungsjets am Moskauer Flughafen einzuschätzen, offensichtlich waren es sehr viele. Nach Japan jedenfalls war König Salman im März dieses Jahres mit zehn Maschinen und eineinhalb Tonnen Gepäck geflogen.

    Wie dem auch sei, kann man eines sicherlich festhalten: Verdient hat Moskau am hohen Besuch aus Saudi-Arabien eine ganze Menge – selbst von den Deals abgesehen, die die beiden Seiten bei der Arbeitsvisite erörtert haben.

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    Tags:
    Überraschung, Luxus, Moskau-Besuch, Salman bin Abdulaziz Al Saud, Russland, Saudi-Arabien
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