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20:29 19 Juli 2019
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    Rosatom-Mitarbeiter (Symbolbild)

    Radioaktivität nur in EU-Nähe: Rosatom dementiert Ruthenium-Austritt

    © Sputnik / Maxim Bogodwid
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    Rosatom weist den Vorwurf des Bundesamts für Strahlenschutz, dass das in Deutschland gemessene Ruthenium-106 aus dem Ural stammen könnte, zurück. Nach Angaben des russischen staatlichen Atomkonzerns wurde dieses radioaktive Isotop in keiner russischen Region nachgewiesen. Die einzige Ausnahme sei Sankt Petersburg unweit der EU-Grenze.

    Ungefährlich geringe Mengen von Ruthenium-106 (Ru-106) wurden in den vergangenen Tagen nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz in Deutschland, aber auch in Italien und Österreich nachgewiesen. BfS-Fachleute vermuteten, dass die Quelle im südlichen Ural liegen könnte. Belege für ihre These präsentierten sie jedoch nicht.

    Belojarskaja Atomkraftwerk im Ural Gebiet (Archivbild)
    © Sputnik / Presseamt des Belojarskaja Atomkraftwerks

    Am Mittwoch teilte Rosatom mit, dass alle russischen Atomanlagen im besagten Zeitraum ohne Beeinträchtigung funktioniert hätten und die Strahlenbelastung in ihrer Umgebung normal gewesen sei.

    Nach den Berichten über Ru-106  in Europa habe Rosatom jedoch zusätzlich bei der nationalen Wetterwarte Roshydromet über den Gehalt an dieser Substanz in der Luftatmosphäre über der Russischen Föderation nachgefragt.

    „Die Daten aus dem Radioaktivitätsüberwachungs-System von Roshydromet zeigen: In den Aerosolproben, die vom 25. September bis 7. Oktober in der Russischen Föderation, darunter auch im südlichen Ural, entnommen wurden, wurde kein Ruthenium-106 entdeckt. Die einzige Ausnahme war Sankt Petersburg“, erklärte Rosatom.

    Die Messstation Sankt Petersburg habe nämlich im Zeitraum vom 2. bis 6. Oktober eine nicht gesundheitsgefährdende Ruthenium-106-Konzentration von 115,4 Mikrobecquerel pro Kubikmeter gemessen.

    „Im selben Zeitraum wurden in Rumänien laut IAEA-Angaben 145.000 Mikrobecquerel pro Kubikmeter gemessen, in Italien 54.300 Mikrobecquerel, in der Ukraine und Slowenien 40.000 bzw. 37.000 Mikrobecquerel, in Polen 9,93 Mikrobecquerel“, so Rosatom. Angesichts dessen sei die Vermutung, dass die Quelle der Belastung in Russland liege, haltlos.

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    Tags:
    Rosatom, EU, St. Petersburg, Ural, Russland