10:47 14 November 2019
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    KasperskyLab-Standort in Moskau

    Kaspersky-Software als Spionage-Instrument? US-Medien beschuldigen Moskau

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    Die US-Zeitung „The Wall Street Journal“ hat unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, dass Russland Software-Produkte von Kaspersky Lab angeblich für die Bespitzelung von Computern in der ganzen Welt benutzt habe.

    Die Quellen des Blattes behaupten, dass Virenschutzprogramme der russischen Computersicherheitsfirma in verschiedenen Computerdateien mit dem Vermerk „streng geheim“ nach geheimen Tarnbezeichnungen von US-Regierungsprogrammen gesucht haben sollen. Wie viele Computer „der Spionage seitens Russland“ zum Opfer fielen, konnten die Quellen jedoch nicht sagen.

    Am Vortag hatte die Zeitung „The New York Times“ behauptet, dass  Informationen der israelischen Geheimdienste der Grund für die Entscheidung der US-Regierung gewesen seien, den Einsatz von Software-Produkten der russischen Computersicherheitsfirma Kaspersky Lab in den Behörden des Landes zu untersagen. Den anonymen Quellen der Zeitung zufolge haben die Geheimdienste Israels im Jahr 2015 einige verdächtige Hacker-Tools in den Computern des Kaspersky Lab gefunden, die die russischen Regierungsdienste angeblich aus der National Security Agency der USA (NSA) gestohlen haben sollen.

    Die NSA und das Weiße Haus, ebenso wie die Botschaft Israels lehnten alle Kommentare zu diesen Artikeln ab, und die Zeitungen führen auch keine Beweise zum angeblichen Eindringen russischer Hacker oder Regierungsdienste in irgendwelche Computernetze an. Dagegen hieß es aus dem Kaspersky Lab, dass es nie einer Regierung bei der Cyberspionage geholfen habe und dies nie tun würde.

    Am 13.September hatte das US-Ministerium für Innere Sicherheit (United States Department of Homeland Security – DHS) mitgeteilt, dass alle Staatsbehörden der USA sich innerhalb von drei Monaten darauf vorbereiten sollen, Software-Produkte der russischen Cybersicherheitsfirma Kaspersky Lab in ihren Bereichen auszuschließen.

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    Tags:
    Geheimdaten, Vorwürfe, Computer, Software, Geheimdienst, Spionage, Kaspersky Lab, USA, Russland