01:00 23 November 2019
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    Kaspersky Lab in Moskau (Archivbild)

    Spionage-Vorwurf: Kaspersky Lab fordert Beweise

    © AP Photo / Pavel Golovkin
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    Der Software-Hersteller Kaspersky Lab weist den Vorwurf von US-Medien zurück, der russischen Regierung bei der Suche nach amerikanischen Geheim-Dokumenten geholfen zu haben.

    Die Zeitung „WSJ“ hatte berichtet, dass die russische Regierung Antivirus-Software genutzt habe, um nach vertraulichen Unterlagen von US-Behörden zu suchen. Nach Angaben der „New York Times“ hatten die israelischen Spione die amerikanischen Behörden vor den Risiken gewarnt.

    Kaspersky Lab habe mit dem in den Medien beschriebenen Vorfall nichts zu tun, sagte der Unternehmenssprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Wir sind bereit, die Zusammenarbeit mit den US-Behörden fortzusetzen, um sämtliche Fragen zu Produkten und internen Verfahren unseres Unternehmens zu klären.“

    „Weil die unbegründeten Behauptungen mit keinerlei Beweisen  untermauert wurden, können wir selbst keine interne Ermittlung einleiten“, betonte der Sprecher. „Wer Hinweise darauf hat, dass die Infrastruktur des Unternehmens durch Dritte missbraucht wurde, den bitten wir, uns diese mitzuteilen.“ Kaspersky Lab  habe während seiner 20-jährigen Existenz mit keiner Regierung  in Sachen Cyperspionage kooperiert und bedauere, dass unbewiesene Behauptungen das Image des Unternehmens schädigen.

    Auch der Kreml wies die Anschuldigungen als „haltlos“ zurück. „Diese Informationen sind absurd. Der russische Staat steht zu derartigen Aktivitäten in keinerlei Beziehung“, sagte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Donnerstag.

    Mit rund 400 Millionen Privatkunden und 270.000 Unternehmenskunden gilt Kaspersky Lab als einer der führenden Anbieter von Antivirus-Software der Welt.

    Im September hat die US-Regierung den Einsatz der Kaspersky-Software in Computern des Bundes untersagt. Begründet wurde die Entscheidung mit dem Verdacht, dass der Software-Hersteller eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellen könne. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

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    USA, Russland