22:07 11 Dezember 2017
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    Russische Software: Kaspersky Lab bleibt in USA - und ändert Strategie

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    Der Software-Hersteller Kaspersky Lab wird seine Lösungen im Bereich der Cybersicherheit weiterhin amerikanischen Konsumenten anbieten. Damit reagierte das Unternehmen auf Berichte darüber, dass ein weiterer Händler in den USA auf den Verkauf seiner Antiviren-Software verzichtet hat.

    Zuvor hatte Bloomberg berichtet, dass der US-Einzelhandelskonzern für Bürobedarf „Staples“ keine Antiviren-Programme von Kaspersky Lab mehr verkaufen werde. Das entsprechende Programm sei von der Internet-Seite des Unternehmens gelöscht worden, am Donnerstag hätten alle Geschäfte des Händlers den Verkauf der Kaspersky-Software gestoppt.

    „Kaspersky Lab wird US-Konsumenten weiterhin seine Lösungen im Bereich der Cybersicherheit über seine Webseite sowie über andere Einzelhändler anbieten“, teilte das Unternehmen gegenüber der Agentur RIA Novosti mit.

    Zuvor hatte Evgenij Kaspersky erklärt, dass der US-Markt von strategischer Bedeutung sei, weswegen sein Unternehmen ihn nur wegen des Verbots für die Nutzung von Kaspersky-Software in Staatsbehörden des Landes nicht verlassen werde. Stattdessen werde der Konzern seine Entwicklungsstrategie in den USA revidieren.

    Mit rund 400 Millionen Privatkunden und 270.000 Unternehmenskunden gilt Kaspersky Lab als einer der führenden Anbieter von Antivirus-Software der Welt.

    Im September hatte die US-Regierung den Einsatz von Kaspersky-Software in Computern des Bundes untersagt. Begründet wurde die Entscheidung mit dem Verdacht, dass der Software-Hersteller eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellen könnte. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

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    Stopp, Strategie, Verzicht, Verkauf, Entwicklung, Lösung, Angebot, Reaktion, Software, Markt, Kaspersky Lab, USA