19:16 23 Oktober 2017
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    Bau von Krim-Brücke

    "Poroschenko stinksauer": Erstes Schiff unter Krimbrückenbögen – eines aus Ukraine

    © Sputnik/ Alexei Pawlischak
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    Die ersten Frachtschiffe konnten unter den beiden neugebauten Bögen der Krimbrücke, die das russische Festland und die Halbinsel Krim verbinden wird, hindurchfahren. Auf den Aufnahmen des Informationszentrums „Krymskij most“ ist zu sehen, dass das erste Schiff ausgerechnet aus einem ukrainischen Hafen gekommen ist.

    Der Gutfrachter „Lady Leyla“, der nach Informationen des Online-Services "Marine Traffic" aus der ukrainischen Hafenstadt Mariupol seinen Kurs in das Schwarze Meer und weiter in Richtung des israelischen Haifa nahm, hat als erstes Schiff beide Bögen der Krimbrücke passiert.

    Das Video der Unterquerung wurde vom Informationszentrum „Krymskij most“ (Krim-Brücke) veröffentlicht.

    Die Ingenieure der Krimbrücke (auch Kertsch-Brücke genannt) haben die Errichtung des Doppelbogens der Brücke am 13. Oktober um 12 Uhr Moskauer Zeit abgeschlossen und lagen damit etwa 18 Stunden vor dem Zeitplan.

    So wurden für die Schleppfahrt, das Anheben und die Aufstellung des gesamten Abschnittes nur 54 Stunden statt der veranschlagten 72 gebraucht.

    Der aufgestellte Brückenabschnitt ist für den Autoverkehr gedacht – allein seine Konstruktion wiegt 5500 Tonnen.

    Nachdem der Brückenteil sicher auf den Stützen angebracht worden war, wurde der Schiffsverkehr umgehend wieder komplett freigegeben.

    Das Video der Unterquerung des Doppelbogens vom Frachter „Lady Leyla“:

    Während des Transports und der Aufstellung des Doppelbogens musste der Verkehr zunächst eingeschränkt werden, um die Sicherheit der Schiffe sowie der Bauarbeiter auf dem Abschnitt nicht zu gefährden.

    Das Passieren des Brückenbogens ausgerechnet durch einen Frachter aus einem ukrainischen Hafen dürfte dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko erheblich missfallen – nicht zuletzt, weil Kiew in Betracht zog, Moskau wegen einer angeblichen „Seeblockade“ der ukrainischen Häfen (darunter von Mariupol) zu verklagen.

    Mit der „Blockade“ waren hierbei angebliche Einschränkungen bei der Unterquerung der Brücke durch schwere Frachtschiffe gemeint.

    Zuvor hatten allerdings selbst westliche Medien die Behauptungen Kiews widerlegt, dass der Schiffsverkehr von schweren Frachtschiffen unter der Brücke unmöglich sein würde.

    Die Brücke, die die direkte Auto- und Eisenbahnverbindung zwischen Russland und der Halbinsel Krim ermöglichen wird, soll auch den reibungslosen Schiffsverkehr zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer gewährleisten.

    Mit einer geplanten Länge von 19 Kilometern gilt die Brücke als eines der schwierigsten Bauprojekte Russlands. Geplant ist, die Brücke Ende Dezember 2018 für den Autoverkehr und 2019 für den Eisenbahnverkehr freizugeben.

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    Tags:
    Bauprojekt, Krim-Brücke, Donald Trump, Krim, Russland
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