21:08 19 Juni 2019
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    Höchstpeinlich: Geheimdienstler in Paris textet Ermittlungsdaten an Täter – Medien

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    Ein Mitarbeiter des Zentralen Dienstes für Territoriale Überwachung (SCRT) in Frankreich hat Informationen über einen Verdächtigen versehentlich an den mutmaßlichen Täter selbst weitergeleitet. Darüber berichtete der TV-Sender M6 unter Verweis auf eine Quelle im Innenministerium.

    Das Ziel der Überwachung war demnach ein in Paris lebender Imam, der der Verbreitung des Islamismus verdächtigt wird.

    Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag, als der SCRT-Beamte seinem Kollegen eine SMS mit den jüngsten Informationen über den Verdächtigen schicken wollte. Unglücklicherweise verwechselte er dabei die Telefonnummern und leitete die Daten an das Objekt seiner Überwachung weiter. Dieser reagierte ganz operativ und schickte einige Minuten später eine Antwort per SMS, in der er die Inkompetenz des Geheimdienstmitarbeiters verspottete.

    Später informierte der Islamist auch seine „Kollegen" darüber, dass sie abgehört werden könnten.

    Laut dem Sender rief der Lapsus Komplikationen zwischen SCRT und dem Inlandsgeheimdienst DGSI (zu dt.: Generaldirektion für innere Sicherheit) hervor, der ebenfalls den vermutlichen Islamisten überwacht hatte und seine Ermittlungen abbrechen musste.

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    Islamist, SMS, Versehen, Geheimdienst, Frankreich