06:02 15 November 2019
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    RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan

    Simonjan zu Reaktion auf US-Schikanen gegen RT: „Ich begrüße beliebige Maßnahmen“

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    Die Chefredakteurin des TV-Senders RT, Margarita Simonjan, hat sich für beliebige Gegenmaßnahmen Russlands ausgesprochen, die den Druck auf den Sender stoppen und zur Normalisierung seiner Arbeit in den USA beitragen werden. Allerdings möchte sie keine unnötige Konfrontation und setzt sich für Pressefreiheit für alle Medien weltweit ein.

    „Ich bin nach wie vor Journalistin. Von diesem Gesichtspunkt aus möchte ich, dass die Journalisten überall frei arbeiten können: in Russland, in Amerika, überall. Als Chefin einer Organisation aber, die ich leite, werde ich beliebige Maßnahmen begrüßen, die sie (die US-Behörden — Anm. d. Red.) dazu zwingen werden, uns in Ruhe zu lassen, und unsere journalistische Arbeit auch weiter ermöglichen werden", sagte Simonjan gegenüber dem russischen Sender „TV Zentr".

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    Allerdings würden die möglichen Gegenmaßnahmen internationale Beziehungen betreffen, mit denen sie nichts zu tun habe, betonte sie.

    „Wenn etwas getan werden kann, damit sie uns in Ruhe lassen, lasst uns das tun. Wenn nichts getan werden kann — lasst uns also nach anderen Methoden suchen, um in dieser Situation zu überleben", äußerte Simonjan.

    Allerdings wolle sie keinen „Krieg nur um des Krieges willen", betonte die RT-Chefin. „Ich möchte, dass alle friedlich leben, ihre Sendungen ausstrahlen und den Menschen die Wahrheit sagen, die sie für angemessen halten zu sagen", fügte sie hinzu.

    Die US-Behörden versuchen die Arbeit des TV-Senders maximal zu erschweren. So war RT verpflichtet worden, sich als ausländischen Agent registrieren zu lassen. Der US-Kongress hatte eine Überprüfung der angeblichen Beeinflussung der Präsidentschaftswahlen 2016 durch den TV-Sender eingeleitet.

    Diesbezüglich hatte Simonjan gesagt, die Vorgehensweise der US-Behörden gegenüber RT sei ein Teil des innenpolitischen Dramas, das sich in den Vereinigten Staaten abspiele. Bei anderen Medien werden derartige Ma0nahmen nicht ergriffen, betonte sie.

    Das Außenministerium Russlands und das russische Parlament hatten von möglichen Gegenmaßnahmen als Reaktion auf diese diskriminierenden US-Aktivitäten in Bezug auf russische Medien bereits gesprochen.

      

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    Tags:
    Gegenmaßnahmen, RT, Margarita Simonjan, Russland