04:58 25 November 2017
SNA Radio
    Anschlag von NIzza: Blumen vor der Französischen Botschaft Moskau

    Terrorgefahr in EU-Staaten: Brüssel fordert „innovative Barrieren“

    © Sputnik/ Максим Блинов
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 669221

    Städte und Gemeinden in Europa müssen künftig viel mehr unternehmen, um sich gegen mögliche terroristische Attacken zu schützen. Die EU-Kommission schlägt einen „Aktionsplan zum verbesserten Schutz öffentlicher Räume" vor, der in den kommenden 16 Monaten umgesetzt werden soll. Dies berichtet „Welt Online“ unter Berufung auf die EU-Kommission.

    Diese entsprechende Mitteilung soll am Mittwoch veröffentlicht werden. Als eine der wichtigsten Maßnahmen werden hier „innovative und diskrete Barrieren“ genannt, „um Städte zu schützen, ohne ihren offenen Charakter zu ändern.

    Die EU-Kommission wolle zudem Foren einrichten, in dem sich regionale und lokale Behörden sowie private Betreiber von Shopping Malls oder Sportstätten treffen können, „um Informationen auszutauschen und gegenseitig voneinander zu lernen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Die vorgeschlagenen Maßnahmen begründet die Kommission folgendermaßen: „In der Propaganda und in der Wahl der Ziele wendet sich der Fokus der Terroristen immer stärker hin zu öffentlichen Räumen wie Fußgängerzonen, touristischen Zielen, Transportzentren, Einkaufsmalls, Konzerthallen und öffentlichen Plätzen in der Stadt.“ In diesen Bereichen seien die EU-Staaten „signifikant verwundbar“.

    Darüber hinaus sollen auch Züge besser geschützt werden. Diese sei „ein Hochrisikoziel, weil die gesamte Infrastruktur von ihrer Natur her offen ist“. Darum arbeite Brüssel „an weiteren Maßnahmen, um die Sicherheit von Zugpassagieren zu verbessern“. Es soll zudem eine gemeinsame Risikobewertung vorgenommen werden.

    Angriffe mit chemischen und radioaktiven Waffen

    Die Brüsseler Kommission warnt außerdem vor terroristischen Attacken mit dem Einsatz von chemischen oder radioaktiven Waffen. „Obwohl die Wahrscheinlichkeit von Angriffen, bei denen chemische, biologische, radioaktive und nukleare (CBRN) Substanzen eingesetzt werden, niedrig bleibt, so entwickelt sich doch insgesamt eine CBRN-Bedrohung“, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Und weiter: „Es gibt Hinweise, dass bestimmte kriminelle Personen oder terroristische Gruppen, die Absicht haben könnten, CBRN-Materialien zu erwerben und sich das Wissen anzueignen versuchen, sie für terroristische Zwecke einzusetzen“.

    Aus diesen Gründen müsse „das Vorbereitetsein auf diese Bedrohungen intensiviert werden“, einschließlich Trainings und Übungen von Personen wie Gesetzesvertretern, Zivilschutz, Gesundheitsbehörden.

    Zum Thema:

    Tod durch Strahl: Offenbar neue Anti-Terror-Waffe in China erprobt
    Britische Dschihad-Braut „Mrs. Terror“ Sally Jones ist tot
    Merkwürdige Änderungen im Anti-Terror-Kampf der USA – Moskau fordert Klärung
    Kanada: Mann rammt Passanten und greift Polizisten an - Behörden sprechen von Terror
    Tags:
    Sicherheit, Risiko, Zug, Behörden, Terroristen, Maßnahmen, Forderung, Schutz, Terrorgefahr, EU-Kommission, EU