20:24 25 Februar 2020
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    Ein Gericht im polnischen Wrocław (Breslau) hat gegen den Stadtbewohner Krzysztof Madej eine Geldstrafe wegen Hass-Schürung gegen die Ukrainer verhängt, wie die Zeitung „Gazeta Wrocławska“ schreibt.

    Der Mann soll nun 1000 Złoty (235 Euro) zahlen.

    Madej war im November 2016 in eine Schule eingedrungen, wo zu diesem Zeitpunkt der Tag der Ukraine im Rahmen des Programms „Toleranter Europäer“ gefeiert wurde. Der Mann hatte eine Wandzeitung abgerissen, diese gegen den Schulbibliothekar geschleudert und geschrien, die Ukrainer seien Mörder.

    Nach dem Abschluss des Gerichtsprozesses zeigte der Angeklagte keine Reue. Er habe tatsächlich die Ukrainer Mörder genannt und werde nächstes Mal das Gleiche tun, so der Mann. Die Veranstaltung in der Schule sei seiner Meinung nach nur Propaganda „für Antisemitismus und Rassismus in ukrainischer Version“ gewesen.

    Laut Medienberichten vom 30. September war bei einem Geschäft in der Kleinstadt Barlinek in der polnischen Woiwodschaft Westpommern ein Schild mit der Aufschrift angebracht worden, laut der die ukrainischen Bürger, die zum Einkaufen kommen, einer Kontrolle unterzogen werden. Wie der Ladenbesitzer erläuterte, habe er das Schild ausgehängt, nachdem ein Ukrainer einen Diebstahl in seinem Laden begangen habe. Nach Eingreifen von Menschenrechtlern wurde das Schild jedoch wieder abgenommen.

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    Tags:
    Geldstrafe, Propaganda, Hass, Gericht, Ukraine, Polen