12:25 18 Juli 2018
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    NATO-Truppen in Polen (Archivbild)

    Nato stellt Verteidigungsfähigkeit gegenüber Moskau infrage – Interner Bericht

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    Die Nato sieht sich nicht in der Lage, auf mögliche Bedrohungen aus dem Osten schnell zu reagieren. Dies berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf den „Fortschrittsbericht über das verstärkte Abschreckungs- und Verteidigungsdispositiv der Allianz“.

    Dem Blatt zufolge stellt ein internes Papier des Bündnisses die Verteidigungsfähigkeit der Nato im Krisenfall in Frage.Grund sei die seit dem Kalten Krieg ausgedünnte Kommandostruktur.

    Es werde angezweifelt, ob die Allianz in der Lage sei, im Ernstfall ihre Eingreiftruppen zügig und nachhaltig einzusetzen. Im östlichen Bündnisteil seien zudem große Defizite im Bereich der Logistik festzustellen. Das bedeutet, dass im Falle eines Angriffs aus Russland die Nato nicht in der Lage wäre, militärisch effizient zu reagieren, heißt es im Dokument weiter. Das sei auf die seit dem Kalten Krieg ausgedünnte Kommandostruktur zurückzuführen, schreibt der „Spiegel“.

    Eine Sprecherin des Militärbündnisses wollte den „Spiegel“-Bericht weder bestätigen noch widerlegen. Sie betonte zugleich aber, dass derzeit Gespräche über eine Modernisierung der Kommandostruktur der Nato laufen würden. Nach dem Ende des Kalten Krieges sei die Mitarbeiterzahl dort über Jahre hinweg drastisch reduziert worden.

    Am Donnerstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei der Abschlusssitzung des Diskussionsklubs „Waldai“ in Sotschi gesagt, dass sich Moskau wegen der Verstärkung der Nato-Präsenz nahe seiner eigenen Grenzen keine Sorgen mache, alles sei unter Kontrolle.

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    Tags:
    Präsenz, Reaktion, Angriff, Modernisierung, Kalter Krieg, Verteidigung, Bericht, NATO, Russland
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