15:52 18 Dezember 2017
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    Affen (Archivbild)

    Experimente mit Affen - US-Forscher haben Ursprung der Eifersucht ermittelt

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    Eifersucht kann für dauerhafte romantische Beziehungen förderlich sein. Zu diesem Schluss sind die Forscher der University of California in Davis gekommen.

    Nach Angaben der Fachzeitschrift „Frontiers in Ecology and Evolution“ haben die Wissenschaftler Experimente mit Springaffen durchgeführt, die  lebenslange Beziehungen eingehen und allergisch auf andere ihr Territorium beanspruchende Affen reagieren.

    Die Forscher hätten herausgefunden, aus welchem Teil des Gehirns die Eifersucht komme und wie das die langfristigen Beziehungen beeinflusse. Laut dem Magazin hat sich bei den eifersüchtigen Affen der für den sozialen Schmerz  zuständige  zinguläre Cortex aktiviert sowie das mit den emotionalen Prozessen und Stressniveau verbundene laterale Septum.

    Die Experimente gaben eine Erklärung für die Rolle dieses Gehirnteils für die Erhaltung der Beziehung — Primaten nutzten dafür eine „negative Bekräftigung“, wie beispielweise Schmerz wegen einer potenziell möglichen Trennung.

    Der Fachzeitschrift zufolge hilft das Verständnis der Entstehung der Eifersucht zu begreifen, wie wir Paare bilden und warum wir monogame Beziehungen eingehen.

    „Die Neurobiologie ist äußerst wichtig für das Verständnis der Entwicklung der Monogamie und wie diese als Sozialsystem unterstützt wird“, zitiert die Zeitschrift Karen Bayles, einen der Forscher.

    Tags:
    Eifersucht, Schmerz, Entwicklung, Gehirn, Affe, USA
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