09:00 20 Februar 2020
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat den Angriff auf die Journalistin des Radiosenders „Echo Moskwy“ Tatjana Felgengauer als „Handlungen eines Verrückten“ bezeichnet. Andere Erklärungen zu suchen sei unlogisch.

    Peskow bezeichnete den Angriff auf Felgengauer als tragischen Vorfall. Er halte eine andere Erklärung für unlogisch und falsch. Der Messerangriff sei die „Handlung eines Verrückten“ gewesen.

    Tatjana Felgengauer
    © Sputnik / Pressedeienst des Radiosenders "Echo Moskwy"
    „Tatjana hat eine eigene Weltanschauung, ihren eigenen Standpunkt. Damit kann man einverstanden sein oder auch nicht. In diesem Fall respektieren wir sowohl den einen als auch den anderen Standpunkt und nehmen diesbezüglich an keiner Diskussion teil“, so Peskow bei einem Pressetreffen auf die Frage, ob der Angriff auf Felgengauer von Medienberichten über angebliche Kontakte von „Echo Moskwy“ mit dem Westen provoziert worden sei.

    Darüber hinaus bekundete Peskow gegenüber Felgengauer und ihren Verwandten sein Mitgefühl.

    Der 48-jährige Boris Griz war am Montag in die Redaktion des Radiosenders in Moskau eingebrochen und hatte Tatjana Felgengauer mit einem Messer beim Hals verletzt.

    Laut den im Gericht vorgelesenen Informationen aus Prozesseakten handelte er mit Tötungsvorsatz.

    Griz hat die israelische und die russische Staatsbürgerschaft und wurde in Abchasien geboren. Er studierte in Moskau. Seit 2003 lebte er in Israel und kam vor einem Monat nach Russland. Der 48-Jährige gestand seine Schuld nur teilweise. Er habe Felgengauer tatsächlich verletzt, so der Täter, wollte sie aber nicht umbringen. Als Motiv des Verbrechens gab er an, seit 2012 mit Felgengauer einen „telepathischen Kontakt“ zu haben. Sie habe ihn zwei Monate lang in seinen Gedanken „sexuell verfolgt“.

     

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    Tags:
    Messerangriff, Echo Moskwy, Tatjana Felgengauer, Dmitri Peskow, Moskau, Russland