13:32 25 Juni 2019
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    Kreml bezweifelt US-Daten über IS-Kämpfer aus Russland in Syrien

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    Der Kreml bezweifelt laut dessen Sprecher Dmitri Peskow die Zuverlässigkeit von Schlussfolgerungen der US-Beratungsgruppe „Soufan Center“ über die Anzahl von aus Russland stammenden IS-Kämpfern in Syrien.

    „Wir ziehen die Zuverlässigkeit dieser Information eher in Zweifel“, sagte Peskow gegenüber Journalisten am Donnerstag.

    „Soufan Center“ hatten zuvor einen Bericht veröffentlicht, in dem behauptet wird, dass die meisten ausländischen Söldner, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) in Syrien angeschlossen haben sollen, aus Russland kämen. Insgesamt kämpften 3417 russische Kämpfer an der Seite von Terroristen, also noch mehr als aus Saudi-Arabien oder Jordanien.

    Dem Kreml sei nicht bekannt, betonte Peskow weiter, auf der Grundlage welcher Daten der Bericht erstellt worden sei und auf welche Quellen sich die Autoren beriefen.

    Der Kreml-Sprecher erinnerte vor diesem Hintergrund zudem daran, dass der russische Präsident Wladimir Putin noch zu Beginn der Operation der russischen Luftstreitkräfte in Syrien davon gesprochen habe, dass Moskau mit dem Syrien-Einsatz auch die eigene Sicherheit schützen wolle. Da „sich mehrere Tausend Russen, darunter Personen aus dem Nordkaukasus laut unseren Aufklärungsdaten auf den vom IS kontrollierten Territorien aufhalten“. Daher habe sich Moskau von vornherein das Ziel gesetzt, der potentiellen Gefahr, die zurückkehrende russische IS-Kämpfer für das Land darstellen könnten, entgegenzuwirken, betonte der Sprecher des russischen Staatschefs.

    Peskow zufolge sind Personen, die sich Terroristen angeschlossen haben, die den syrischen Regierungstruppen widerstehen oder gar ihre Waffen gegen russische Militärs einsetzen, Verbrecher. Sie würden vernichtet.

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    Tags:
    Ziel, Sicherheit, Syrien-Einsatz, Kämpfer, Bericht, Söldner, Kreml, Terrormiliz Daesh, Dmitri Peskow, USA, Russland, Syrien