14:49 12 Dezember 2019
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    Twitter verweigert Kommentar zu Werbeverbot für Sputnik und RT

    © AFP 2019 / Leon Neal
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    Die Sprecherin des US-amerikanischen Microblogging-Dienstes Twitter, Emily Horne, hat sich am Freitag geweigert, das erlassene Werbeverbot für RT und Sputnik auf Anfrage der Agentur RIA Novosti zu kommentieren.

    Horne soll einem RIA-Novosti-Korrespondenten in Washington lediglich empfohlen haben, von einer am Donnerstag auf dem Blog von Twitter veröffentlichen Pressemitteilung Gebrauch zu machen.

    Zu den gestellten Fragen gehörten dem Medienvertreter zufolge, inwiefern RT und Sputnik laut Twitter die US-Präsidentschaftswahlen beeinflussen konnten und ob Twitter etwas Rechtswidriges in den Aktivitäten der russischen Medien sehe.

    Zudem wollte der Korrespondent wissen, wie zweckmäßig der Verzicht auf mögliche kommerzielle Verträge vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sei.    

    Am Donnerstag hatte Twitter seinen Entschluss bekannt gegeben, die Werbung der Accounts, die RT und Sputnik besitzen, zu blockieren. Die getroffene Entscheidung beruhe auf der immer noch andauernden Ermittlung der angeblichen „russischen Einmischung“ in die US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016.

    Laut Twitter sollen RT und Sputnik versucht haben, im Namen der russischen Regierung die US-Wahlen zu beeinflussen. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Agentur Sputnik zuvor keine Werbeanzeigen auf Twitter geschalten hatte.

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte die Entscheidung des US-Unternehmens einen erneuten aggressiven Schritt genannt, der darauf abzielt, die Tätigkeit russischer Medien zu blockieren.

     

     

     

     

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