00:04 09 Juli 2020
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    Die Terrormiliz „Dschebhat an-Nusra“ lagert ihre Bestände an chemischen Waffen in der nordsyrischen Provinz Idlib. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Sana unter Verweis auf ihre Quellen vor Ort.

    „Die Terrorgruppe Dschebhat an-Nusra, Ableger von „Al-Qaida" in Syrien, verfügt über einige Giftstofflager in der Provinz Idlib, (…) lagert Geschosse mit Giftstoffen in den Siedlungen Maarrat Misrin und Gazlya", teilten die Quellen mit.

    Maarat Misrin liegt neun Kilometer nördlich der Stadt Idlib.

    Den Quellen zufolge stellen an-Nusra-Kämpfer in Maarrat Misrin selbstgemachte Raketen mit Giftstoff-Geschossen und einer Reichweite von 15 Kilometern her. Ein Teil der eingesetzte Giftstoffen werde in den USA produziert, hieß es.

    Die Terroristen könnten also Giftgasangriffe auf Zivilisten vorbereiten, die dann der syrischen Armee in die Schuhe geschoben werden könnten, so die Quellen.

    Am 19. Oktober hatte das US-Außenministerium offiziell anerkannt, dass die Al-Nusra-Kämpfer chemische Waffen in Syrien einsetzen.

    Am Donnerstag hatte der gemeinsame Mechanismus der Uno und der OPCW einen Bericht zu angeblichen Giftgasattacken in Syrien vorgelegt. Die US-Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley, hatte die syrische Führung erneut des Einsatzes des Giftgases Sarin in der Stadt Chan Scheihun beschuldigt. Der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) warf sie vor, in der syrischen Stadt Um Hosh im September 2016 Senfgas eingesetzt zu haben.

    Syrien hat die Ergebnisse des Berichtes offiziell zurückgewiesen. Das russische Außenministerium kritisierte den Bericht und versprach, eine ausführlichere Analyse in der nächsten Woche vorzulegen.

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    Tags:
    Giftstoffe, Lager, Chemiewaffen, Al-Nusra-Front, Agentur SANA, Idlib, Syrien