17:01 16 Dezember 2018
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    Putin mit den jungen russischen Eishockeyspielern, September 2017

    Kanadische Eishockeylegende über sein Treffen mit Putin

    © Sputnik / Michail Klementjew
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    45 Jahre nach den Summit Series zwischen der Sowjetunion und Kanada hat die kanadische Eishockeylegende Gordon „Red“ Berenson erstmals wieder Russland besucht. In einem Gespräch mit der Zeitung „Detroit Free Press“ äußert er sich über seine Eindrücke über das Land und über sein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

    Berenson besuchte Russland gemeinsam mit anderen ehemaligen Mitgliedern der kanadischen Eishockeyauswahl im September anlässlich des 45. Jahrestages der Summit Series 1972 zwischen der Sowjetunion und Kanada. Die Gäste seien gemeinsam mit ehemaligen Mitgliedern der damaligen sowjetischen Auswahl von Moskau nach Sotschi gebracht worden, wo Putin ihnen seine Anerkennung äußern gewollt habe. Er habe sich den Kanadiern beim Anschauen eines Spiels angeschlossen. 

    „Er saß zwei Sitze von mir entfernt. Nach dem Spiel gingen wir aufs Eis und er erklärte den Spielern, diesen 14-jährigen Jungs, die ganze Wichtigkeit unserer Anwesenheit hier und was diese Serie für das sowjetische Hockey bedeutete, wie der Sport sich geändert hat“, so Berenson. In dieser Situation habe der russische Präsident eher an einen Trainer als an einen Politiker erinnert. 

    „Ich habe eine andere Seite von ihm gesehen. Ich sah in ihm einen Hockey-Fan, der sich um Kinder kümmert. Er sprach mit ihnen nicht von oben herab, sondern als ob er ein Teil der Mannschaft wäre“, so der ehemalige kanadische Hockeyspieler. 

    Nach dem Spiel gab es ein Abendessen, bei dem auch Putin mit dabei war. „Es war ein privates Abendessen mit Entertainment. Und ich würde sagen, dass die russische Gastfreundlichkeit übersprudelnd war. Das war ein denkwürdiges Ereignis besonders vor dem Hintergrund seiner Anwesenheit“, so Berenson. 

    Seit 1972 sei das Land freundlicher und offener geworden. „Alles hat sich sehr, sehr stark verändert. Es gibt mehr moderne schöne Autos, gute Straßen, gute Geschäfte, gute Hotels“, so der Spieler. „Ich dachte: ‚Wozu kehre ich zurück nach Russland in meinem Alter?‘ Ich bin aber froh, dass ich kam. Ich war beeindruckt. Alles war viel besser, als ich erwartet hatte“. 

     

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    Tags:
    Eindruck, Spieler, Eishockey, Treffen, Gordon „Red“ Berenson, Wladimir Putin, Sotschi, Russland